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Mit 7 Schritten spontan bewerben – Teil 2

Im ersten Teil haben wir dir gezeigt, wie du eine Spontanbewerbung erstellen kannst, damit sie einen erstklassigen Eindruck hinterlässst. Nun geht es darum, die Bewerbung an sich in die Hand zu nehmen und deine Bewerbung richtig zu platzieren. Dafür brauchst du eine solide Vorbereitung.

spontanbewerbung-vorbereitung

Vor der Spontanbewerbung

Da das Unternehmen keine Bewerbung erwartet, musst du dich ein noch bisschen mehr ins Zeug legen, als bei Bewerbungen auf Stelleninserate. Denn gerade weil deine Bewerbung die Einzige ist, und ihr darum mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, muss sie tadellos sein! Um die Aufmerksamkeit für deine Spontanbewerbung zu erhöhen ist gute Vorbereitung und ein telefonischer Erstkontakt sehr hilfreich:

 

  1. Gut informiert ist halb beworben

Versuche so viel wie nur möglich an Informationen über das Unternehmen herauszufinden. Durchkämme die Firmenwebsite nach ihrer Philosophie, tippe den Firmennamen auf Google ein und schau, welche Ergebnisse kommen – wie wird die Firma in der Presse erwähnt? Welche Produkte werden angeboten? Und welche beworben? Wie viele Mitarbeiter sind beschäftigt? Wie ist die Organisationsstruktur der Firma? Wer sind die Ansprechpersonen? Diese und noch viele weitere Fragen versuchst du durch eine gründliche Recherche zu beantworten – das wird das Gerüst deiner Spontanbewerbung!

  1. Eigenes Profil schärfen

Damit du dich ideal bei dem Unternehmen bewerben kannst, solltest du dein eigenes Stellenprofil erstellen, das passgenau auf dich zutrifft. Welche sind deine Stärken, welche deine Schwächen? Welche Position passt am besten für dich? Bist du eher analytisch oder impulsiv? Fach- oder Führungsverantwortung? Welchen Lohn solltest du verdienen? Durch die Erstellung deines eigenen Stellenprofils kannst du in Kombination mit den gesammelten Informationen über das Unternehmen deine Spontanbewerbung erstellen. Und zwar, indem du versuchst, die möglichen Bedürfnisse des Unternehmens durch dein Profil zu decken – so zeigst du den Mehrwert für das Unternehmen auf und lieferst die Begründung, warum gerade DU der richtige Kandidat bist.

  1. Vorbereitung für den ersten Kontakt

Hier geht es um die Planung für das erste Telefonat. Überlege dir, was du sagen willst, wie du dich präsentierst und wie du von dir überzeugen kannst. Welche Schlagworte möchtest du verwenden? Welche Kompetenzen willst du besonders unterstreichen? Schreib dir kurze, einfache Sätze auf und übe sie vor dem Spiegel – so merkst du schnell, wie deine Vorstellung wirkt.

  1. Erstkontakt durchführen

Nun bist du bereit, den Hörer in die Hand zu nehmen und die Telefonnummer zu wählen! Mach es dir so angenehm und komfortabel wie möglich – aber vergiss nicht Papier, Stift und eine passende Unterlage, damit du Notizen aufschreiben kannst. Stell dich kurz vor, sag, dass du dich gerne bewerben möchtest und frage, wenn du die richtigen Ansprechpartner nicht gefunden hast, nach deren Namen und Telefonnummer – oder ob du zu ihr durchgestellt werden kannst, wenn sie kurz Zeit hat. Wichtig ist, höflich zu bleiben, die Worte deutlich zu sprechen sowie in normalem Tempo zu reden.

“Spontanität muß wohl überlegt sein.”
  1. Kurzvorstellung beim Ansprechpartner

Nun bist du mitten im Gefecht und mit der entsprechenden Person verbunden – das ist deine Gelegenheit um zu glänzen! Nun zahlt sich die ganze Vorbereitung aus, und du kannst dich und dein Kurzprofil vorstellen, Schwerpunkte markieren und Schlagworte einbringen. Versuche aber nicht alles so schnell wie möglich runterzurasseln, sondern lasse deinem Gesprächspartner Zeit für Fragen. Ebenso hast du hier auch die Möglichkeit, Details über das Unternehmen und die Rahmenbedingungen der Spontanbewerbung zu erfahren. Vergiss nicht, dir Notizen der Antworten zu machen.

  1. Bewerbung schicken

Da das Unternehmen nun auf deine Bewerbung vorbereitet ist, solltest du sie so schnell wie möglich schicken. Verdeutliche bei deinem Anschreiben deine Motivation für die Spontanbewerbung bei diesem ausgewählten Unternehmen. Ebenso solltest du den Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und Diplome als Anhang mitschicken. Und vergiss nicht den Namen der Ansprechperson in deinem Motivationsschreiben einzufügen!

  1. Dranbleiben

Geduld ist nicht deine Stärke? Nun, da musst du leider durch. Gib der Ansprechperson genügend Zeit, sich deiner Bewerbung zu widmen. Die erste Nachfrage sollte frühestens nach neun bis zwölf Tagen erfolgen. Am besten erstellst du dir eine Erinnerung für den Tag, an dem du nachhaken willst – damit du den passenden Moment für eine Rückfrage nicht verpasst.

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