Beziehungsnetz

Um die 50 Prozent aller Jobsuchenden kommen über ihr Beziehungsnetz zu einer neuen Stelle. Wird das persönliche und berufliche Netzwerk stets gut gepflegt, kann es zum richtigen Zeitpunkt also Gold wert sein.

Sie wollen – oder müssen – eine neue Stelle finden. Ohren spitzen und Augen auf: Hat der ehemalige Arbeitskollege nicht kürzlich gesagt, dass das Grossprojekt in einem halben Jahr starten soll, die Belegschaft aber jetzt schon in Überstunden versinke? Und wie war das noch mit der Freundin, die selig lächelnd von ihrer Zwillings-Schwangerschaft erzählte? Wenn Sie die Lücken schliessen können, also ein perfekter Kandidat für den Job sind, könnten Sie genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein – und möglicherweise konkurrenzlos. Das funktioniert allerdings nur, wenn dahinter gut gepflegte Beziehungen stecken. Einmal alle fünf Jahre ein Bier zusammen trinken gehen, genügt nicht.

Dass die Bedeutung des persönlichen Netzes stetig zunimmt, verkünden die zuhauf zur Verfügung stehenden Statistiken. Um die 50 Prozent aller Jobsuchenden sollen über ihr Beziehungsnetz fündig werden. Deshalb keine falsche Scham bei der Jobsuche, greifen Sie zum Vitamin B: Teilen Sie allen Verwandten und Bekannten, Freunden und Clubkollegen mit, dass Sie auf dem Markt sind, was Sie können und was Sie suchen. Wenn Sie mit ehemaligen Arbeitskollegen gut zusammengearbeitet haben, sagen Sie es ihnen auch. Wichtig ist, dass Sie nicht um einen Job bitten, sondern um Rat fragen. Es gibt viele Leute, die gerne helfen. Denken Sie auch daran, dass Ihr Netzwerk ebenfalls ein Netzwerk hat und dieses auch wieder eines. Laut einem mathematischen Gesetz soll jede Person über sechs willkürlich ausgewählte Bekannte tatsächlich mit der ganzen Weltbevölkerung vernetzt sein. Möglich ist es auch, die Netzwerke von Personalberatern zu nutzen.