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Wirkungsvoller Auftritt für dein Business-Netzwerk Profil

Zunächst: Warum solltest du dich überhaupt um dein Profil auf online Netzwerkplattformen kümmern? Du kannst dich ja bereits mit deinem Profil bei jobs.ch direkt auf Stellen bewerben – und für den Rest muss dein Facebook Profil reichen. Sollte man meinen, doch ganz so einfach ist das nicht. Auch dein Profil auf den Karriere-Netzwerkplattformen ist für viele Recruiter und Personalfachleute eine wichtige Referenz, um sich über geeignete Kandidaten und deren Vernetzung zu informieren.

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Vor allem heutzutage, wo (fast) alles online abgewickelt wird, ist es wichtig, seine Online-Präsenz bewusst zu gestalten. Und ganz nebenbei kannst du dich mit wichtigen Kontakten vernetzen und in Kontakt bleiben, die dir vielleicht später hilfreich sind – man weiss ja nie.

Ein solches Netzwerk-Profil lässt sich mit einem Wohnzimmer vergleichen: Nicht jedes ist gut eingerichtet und sieht schön aus. Wobei die Geschmäcker ja unterschiedlich sind – und natürlich auch sein sollen. Ein paar Grundregeln zur Ästhetik und Funktionalität sollte man dennoch beachten.

Professionelles Profilbild

Der erste Blick – und damit ein erster Eindruck – geht meistens auf das Profilbild deines Accounts. Handyfotos oder Ferienbilder sind hier absolut tabu – sie wirken unprofessionell und untergraben deine Kompetenzen. Empfehlenswert ist ein Fotoshooting beim Profi, bei dem du in verschiedenen Outfits posieren kannst und glänzende Hautstellen gepudert werden. Dafür investierst du zwar mehr als beim Fotofachgeschäft um die Ecke, doch dafür erhältst du richtig gute Bewerbungsfotos, die dich von den anderen Kandidaten abheben und deine Persönlichkeit wiedergeben können. Diese Profi-Fotos sind gut ausgeleuchtet, haben einen angenehmen ruhigen Hintergrund und beinhalten geringfügige Retuschen. So hast du auch gleich passende Fotos für deine Bewerbung. Oft verwenden die Nutzer für ihr Profilfoto eine Schwarz-Weiss-Variante, was klassischer wirkt – doch das bleibt Geschmackssache.

Für gute, professionelle Fotos solltest du maximal 120.- CHF einplanen.

Merken

“Gute Bewerbungsfotos sind Türöffner für Bewerbungsgespräche.”

Profil-Slogan

Direkt unter dem Namen auf deinem Profil hast du oft die Möglichkeit, deinen persönlichen Slogan zu integrieren. Nach dem Bild wandert der Blick auf den Namen und der Slogan direkt darunter wird auch gleich mitgelesen. Dieser sollte mehr als nur deine Position nennen. Versuche also, mit diesem Slogan in einer verdichteten Botschaft dein Alleinstellungsmerkmal, deinen USP, auf den Punkt zu bringen. Du darfst hier deiner Kreativität freien Lauf lassen, denn mit einem guten Profil-Slogan bietest du eine Steilvorlage für einen Gesprächseinstieg mit einem Recruiter oder einem interessanten Kontakt.

Negatives Beispiel: „Betriebswirt“

Positives Beispiel: „Ihr Betriebswirt mit einer Stärke für Zahlen und einer Schwäche für Kaffee“

 

Selbst-Portrait

In der Zusammenfassung kannst du dich und deine Erfahrungen vorstellen, ähnlich wie es bei einem Bewerbungsschreiben der Fall ist. Der Unterschied ist, dass der Adressat nicht eine bestimmte Firma ist, sondern interessierte Personen. Beschreibe deine berufliche Entwicklung, welche Projekte du besonders erfolgreich abgeschlossen hast und – abgeleitet aus deinem Slogan – deine Kompetenzen. Fakultativ kannst du auch dein berufliches Ziel hinzufügen, sodass man weiss, in welche Richtung du dich entwickeln willst. Abschliessend kannst du darauf aufmerksam machen, dass du dich gerne mit neuen Kontakten vernetzt und austauschst. Bevor du den Text veröffentlichst, solltest du ihn von einem Freund durchlesen lassen, damit ihn keine Flüchtigkeits- und Rechtschreibfehler verunstalten.

Beantworte folgende Fragen, falls das Schreiben schwerfällt:

  • Was machst du beruflich?
  • Warum arbeitest du in diesem Beruf?
  • Auf welches berufliches Projekt bist du besonders stolz?
  • Was bietest du einem Unternehmen, das dich von anderen abhebt?
  • Was sollen Profilbesucher nach dem Lesen deiner Zusammenfassung tun?

Berufserfahrung, Ausbildung und Sprachen

Für die Angabe von Berufserfahrung, Ausbildung und Sprachen gilt folgende Faustregel: Was du in deinem Lebenslauf angegeben hast, solltest du auch auf deinem Online-Profil teilen. So spielst du mit offenen Karten und ein Personaler weiss, was er erwarten kann. Natürlich sind das persönliche Informationen, doch im digitalen Zeitalter steigert das die Chancen im Stellenmarkt enorm. Ausserdem lässt sich in der Privatsphäre einstellen, welche Inhalte des Profils man von Anfang an öffentlich teilen möchte und welche erst bei gegenseitiger Kontaktannahme offengelegt werden.

“Was du in deinem Lebenslauf angegeben hast, solltest du auch auf deinem Online-Profil teilen.”

Aktiv bleiben

Ein Frühlingsputz in einer Wohnung ist zwar wichtig, doch deswegen bleibt das Wohnzimmer nicht den Rest des Jahres sauber. Genauso ist es auf den Netzwerk-Plattformen: Wenn du dein Profil erst mal aufpoliert hast, solltest du aktiv bleiben. Teile oder like Inhalte von anderen Mitgliedern oder Influencern, denen du folgst. So bleibst du einerseits über Themen, die dich interessieren, informiert und andererseits zeigst du deine Online-Affinität. Ebenso schärft es dein Profil, da man sehen kann, welche Inhalte dich interessieren. Wenn du beispielsweise dein Interesse an technischen Entwicklungen unterstreichen möchtest, dann teilst und likest du Beiträge zu diesem Thema – das sehen auch deine Profilbesucher.

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