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Unprofessioneller und intransparenter Bewerbungsprozess
1.0
- Jobbeschreibung1.0
- Bewerbungsprozess1.0
- Persönliche Antwort1.0
- Reaktionszeit2.0
22 Dezember 2025Dezember 2025
Das läuft gut
Der Bewerbungsprozess begann mit einem Persönlichkeitstest und einem Logiktest. Nach etwa 2–3 Tagen folgte ein kurzes telefonisches Interview (ca. 10 Minuten). Anschliessend wurde ich zu einem ersten Videointerview (ca. 60 Minuten) eingeladen, in dem über meine Fähigkeiten, die Stelle und das Geschäftsmodell gesprochen wurde. Etwa eine Woche später fand ein zweites Gespräch mit dem direkten Vorgesetzten statt, das ausschliesslich auf Englisch geführt wurde – obwohl für die ausgeschriebene Position laut beiden Gesprächen keine englischsprachigen Kunden betreut werden. Inhaltlich wiederholten sich viele Fragen aus dem ersten Gespräch, ergänzt durch zahlreiche Fallbeispiele. Nach dem zweiten Gespräch erhielt ich nach wenigen Tagen telefonisch ein Angebot mit Zusage. Dabei wurde mir erstmals mitgeteilt, dass die ursprünglich als Festanstellung (100 %, unbefristet) ausgeschriebene Stelle nun doch befristet auf 6 Monate sei, da eine schwangere Mitarbeiterin temporär ersetzt werden müsse. Eine Anschlusslösung wurde nicht garantiert. Ich bat um kurze Bedenkzeit und sagte noch am selben Tag telefonisch zu. Danach wurde mir mitgeteilt, dass die finale Entscheidung noch beim Vorgesetzten liege. In den folgenden zwei Tagen war die Recruiterin weder telefonisch erreichbar noch reagierte sie auf E-Mails. Erst am dritten Tag erhielt ich einen Rückruf mit einer endgültigen Absage. Besonders enttäuschend war, dass ich mich auf die mündliche Zusage verlassen und deshalb einem anderen Arbeitgeber abgesagt hatte. Insgesamt wirkte der gesamte Prozess sehr unkoordiniert, intransparent und unprofessionell. Die Kommunikation war widersprüchlich, Entscheidungen wurden kurzfristig geändert und Zusagen nicht eingehalten.
Das könnte verbessert werden
Transparenz von Beginn an: Änderungen wie die Umwandlung einer ausgeschriebenen Festanstellung in eine befristete Stelle sollten bereits zu Beginn klar kommuniziert werden – nicht erst nach mehreren Gesprächsrunden. Verlässliche Kommunikation: Bewerber sollten nach einer mündlichen Zusage nicht tagelang ohne Rückmeldung bleiben. Nichterreichbarkeit und unbeantwortete E-Mails wirken unprofessionell und respektlos. Klare Entscheidungsprozesse: Angebote sollten erst ausgesprochen werden, wenn alle internen Entscheidungsträger zugestimmt haben. Ein späterer Rückzug untergräbt Vertrauen und kann Bewerber in schwierige Situationen bringen. Effizientere Interviews: Mehrere Gespräche sollten inhaltlich aufeinander aufbauen, statt dieselben Fragen erneut zu stellen. Das spart Zeit für beide Seiten. Passende Sprache im Interview: Wenn für eine Position keine Englischkenntnisse erforderlich sind, sollte ein Interview nicht ausschließlich auf Englisch geführt werden – insbesondere nicht „aus Prinzip“. Professioneller Umgang mit Zusagen: Bewerber treffen auf Basis von Zusagen wichtige Entscheidungen. Diese Verantwortung sollte ernst genommen werden.
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