Lausanne
Doktorand SNSF in mikrobiellen Interaktionsnetzwerken und metabolischer Ökologie
- 18 Juni 2026
- 100%
- Lausanne
Über den Job
Einführung
Die Universität Lausanne ist eine Hochschuleinrichtung für Lehre und Forschung, die aus sieben Fakultäten besteht, an denen etwa 14.300 Studierende und fast 3.800 Mitarbeitende, Professoren und Forschende arbeiten und studieren. Idealerweise am Genfersee gelegen, nahe dem Stadtzentrum von Lausanne, vereint ihr Campus über 120 Nationalitäten.
Präsentation
Das Pacheco Lab (pachecolab.com) im Department für Fundamentale Mikrobiologie an der Universität Lausanne bietet eine Stelle als Doktorand SNSF in mikrobiellen Interaktionsnetzwerken und metabolischer Ökologie (experimenteller oder interdisziplinärer experimentell/computationaler Schwerpunkt).
Stelleninformationen
Voraussichtlicher Beginn: flexibel, frühestens 01. September 2026
Vertragsdauer: 1 Jahr, verlängerbar
Beschäftigungsgrad: 100%
Arbeitsort: Universität Lausanne, Campus Dorigny
Ihre Aufgaben
Das Pacheco Lab hat eine offene Stelle zur Untersuchung, wie Umweltbedingungen mikrobielle Interaktionen prägen, mit besonderem Fokus auf pflanzenassoziierte Systeme.
In der Natur bilden Mikroben komplexe Gemeinschaften, deren Funktionen eng mit denen ihrer Wirtsökosysteme verknüpft sind. Während frühere Arbeiten gezeigt haben, dass die Verfügbarkeit von Ressourcen die mikrobielle Gemeinschaftszusammensetzung stark beeinflusst, fehlt uns noch ein mechanistisches Verständnis dafür, wie Umweltbedingungen – insbesondere solche, die mit Pflanzenwirten assoziiert sind – mikrobielle Interaktionen umgestalten.
Eine grosse Herausforderung in der mikrobiellen Ökologie besteht darin, dass Interaktionen zwischen Mikroben nicht festgelegt sind, sondern vom Umweltkontext abhängen. Pflanzenassoziierte Umgebungen, wie die Rhizosphäre, sind durch komplexe und dynamische Ressourcenlandschaften gekennzeichnet, die durch Wurzelexsudate und räumliche Struktur geprägt sind. Diese Merkmale beeinflussen voraussichtlich grundlegend mikrobielle Kooperation, Konkurrenz und metabolische Abhängigkeiten, doch die zugrundeliegenden Prinzipien, die diese Effekte steuern, sind noch wenig verstanden.
Im Rahmen dieses Projekts wollen wir aufdecken, wie der Umweltkontext mikrobielle Interaktionsnetzwerke durch metabolische Mechanismen umgestaltet. Mithilfe kontrollierter experimenteller Systeme, die Schlüsselfunktionen pflanzenassoziierter Umgebungen nachahmen, wird die erfolgreiche Kandidatin bzw. der erfolgreiche Kandidat systematisch untersuchen, wie Veränderungen in der Ressourcenzusammensetzung, zeitlichen Dynamik und Umweltstruktur die Interaktionen zwischen Bakterien beeinflussen. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, über paarweise Interaktionen hinauszugehen und ein Netzwerkverständnis zu entwickeln, wie mikrobielle Gemeinschaften auf Umweltkomplexität reagieren.
Diese Arbeit wird zu einem prädiktiven Rahmen beitragen, der metabolische Eigenschaften, Umweltbedingungen und mikrobielle Interaktionsnetzwerke verknüpft, mit langfristigen Anwendungen im rationalen Design mikrobieller Gemeinschaften für Pflanzengesundheit und ökologische Nachhaltigkeit.
Ihre Qualifikationen
Wir suchen eine motivierte und neugierige Kandidatin bzw. einen motivierten und neugierigen Kandidaten mit starkem Interesse an mikrobieller Ökologie und quantitativer Biologie.
Bewerberinnen und Bewerber sollten folgende Voraussetzungen mitbringen:
- Einen Masterabschluss in Mikrobiologie, Biologie, Bioingenieurwesen, Systembiologie oder verwandten Disziplinen
- Starkes Interesse an mikrobiellen Interaktionen, Metabolismus und Ökologie
- Fundierte Kenntnisse in bakterieller Metabolismus und Zellbiologie
- Praktische Erfahrung in mikrobieller Kultivierung und allgemeinen mikrobiologischen Techniken
- Grundkenntnisse in Programmierung
- Englischkenntnisse
- Starke persönliche Motivation für wissenschaftliche Forschung, eine neugierige Natur sowie die Fähigkeit, sowohl selbstständig als auch kollaborativ in einem wachsenden interdisziplinären Team zu arbeiten
- Interdisziplinäre Kandidatinnen und Kandidaten mit Erfahrung in computergestützter Modellierung oder Bioinformatik für mikrobielle Ökologie sind ausdrücklich zur Bewerbung eingeladen
Was die Stelle Ihnen bietet
Sie treten einer neuen und hochmotivierten interdisziplinären Forschungsgruppe bei, die sich auf das Verständnis und die Gestaltung mikrobieller Interaktionen für Anwendungen in der Wirtsgesundheit und Nachhaltigkeit konzentriert. Unser Labor befindet sich im Biophore-Gebäude mit Blick auf den Genfersee und die Alpen und ist eingebettet in das lebendige und internationale Forschungsumfeld des Departments für Fundamentale Mikrobiologie an der Universität Lausanne. Unsere hochmodernen biologischen und computergestützten Labore werden durch die exzellente Forschungsinfrastruktur der UNIL unterstützt (z. B. Rechencluster sowie Sequenzierungs-, Metabolomik- und Mikroskopieeinrichtungen) und ein kollaboratives Netzwerk führender Forschender in mikrobieller Ökologie, computergestützter Biologie, nachhaltiger Landwirtschaft und Medizin (z. B. NCCR Microbiomes, Department für Ökologie und Evolution, Swiss Institute of Bioinformatics, EPFL und CHUV). Die UNIL ist tief in die breitere Gemeinschaft und Region Lausanne integriert, die zahlreiche Möglichkeiten für berufliche Weiterbildung und ein reichhaltiges kulturelles Leben bietet.
Besuchen Sie bitte unsere Webseite für weitere Informationen zu unserer Gruppe, Forschungsinteressen und Publikationen:
https://pachecolab.com
Kontakt für weitere Informationen
Prof. Alan Pacheco: alan.pacheco@unil.ch.
Ihre Bewerbung
Bewerbungsschluss: Die Sichtung der Bewerbungen beginnt sofort und läuft, bis die Stelle besetzt ist.
Bitte fügen Sie Ihrer vollständigen Bewerbung im PDF-Format ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf mit Noten, eine kurze Beschreibung vorheriger Forschungsarbeiten sowie die Kontaktdaten von zwei Referenzen bei.
Nur Bewerbungen über diese Webseite werden berücksichtigt.
Ergänzende Informationen
Die Universität Lausanne fördert eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen unter ihren Mitarbeitenden und ermutigt daher Frauen zur Bewerbung.