PhD-Position im Ambizione-Projekt: „Going Native“: Autochthonie, (Im-)Mobilität und ungleiche Verflechtungen zwischen Kosovo und der Schweiz (PI Dr. Danae Leitenberg; Gastgeberin & Betreuerin, Prof. Jelena Tošić, Migrationsstudien, SHSS) (m/w/d)
Universität St. Gallen
St.Gallen
Auf einen Blick
- Veröffentlicht:24 Januar 2026
- Pensum:100%
- Arbeitsort:St.Gallen
Bewerbung und Kontakt
Bewerber*innen sollten ihre vollständige Bewerbung (auf Englisch) einreichen, einschließlich Motivationsschreiben, Lebenslauf, Beispiele ihrer akademischen Arbeit (Kapitel der MA-Thesis oder ein veröffentlichter Artikel), Kopien relevanter Zeugnisse und die Kontaktdaten von zwei akademischen Referenzen über den folgenden Link spätestens bis zum 02.03.2026.
- Bitte machen Sie sich mit dem DOK (Organisation Studies and Cultural Theory) PhD-Programm an der HSG vertraut ( https://www.unisg.ch/en/research/phd/organization-studies-and-cultural-theory-dok/ ).
- Für weitere Anfragen senden Sie bitte eine E-Mail an Dr. Danaé Leitenberg (danae.leitenberg@unibas.ch) und Prof. Jelena Tošić (jelena.tosic@unisg.ch).
- Die Vorstellungsgespräche finden Ende März 2026 statt, und der Rekrutierungsprozess wird voraussichtlich Anfang April 2026 abgeschlossen sein.
Ihre Aufgaben
Projektbeschreibung:
In einer Welt zunehmender Vernetzung beanspruchen sowohl dominante als auch subalterne Bevölkerungsgruppen ihre echte und ursprüngliche Zugehörigkeit zu bestimmten Orten. Aber was bedeuten Forderungen nach dem Erhalt der einheimischen Identität? Warum, wie und in welchem Kontext stellt man die Einheimischkeit in den Vordergrund? Wie entstehen, wirken, reisen und verändern sich nativistische Ansprüche zwischen hochungleichen Kontexten? Basierend auf ethnographischer Feldforschung wird Dr. Danaé Leitenbergs SNSF-Ambizione-Forschungsprojekt „Going Native“ erforschen, wie das Gefühl, einheimisch zu sein, und das politische Projekt des Nativismus, das den Erhalt der Autochthonie fordert, zunehmend die Realität eines fragmentierten europäischen Kontinents prägen. Mit Fokus auf die Schweiz und den Kosovo, zwei Länder mit wichtigen Verflechtungen und Verpflichtungen zur Autochthonie, wird das Forschungsteam die transnationalen Auswirkungen des Nativismus untersuchen und erforschen, wie er einen dynamischen sozialen Prozess von In-/Exklusion bildet, der Grenzen überschreitet. Dieses vierjährige Projekt besteht aus zwei Teilprojekten in der Schweiz und im Kosovo (eines geleitet von der PI, das andere von einer Doktorandin), die Einstiegspunkte in das transnationale Feld des Nativismus bilden. Die Doktorandin wird von Prof. Dr. Jelena Tošić und Dr. Danaé Leitenberg an der Universität St. Gallen betreut.
Ihre Aufgaben:
Die Doktorandin wird eine Dissertation an der Universität St. Gallen (School for Humanities and Social Sciences / Migrationsstudien) entwickeln, schreiben und einreichen, basierend auf der Forschung im Teilprojekt B) von „Going Native“.
Teilprojekt B) untersucht die sich wandelnde Rolle der Schweiz im Kosovo, nicht nur als Ziel, sondern auch als Quelle wirtschaftlicher Chancen innerhalb Kosovos, und wie diese Transformation von ambivalenten nativistischen Idealen und Agenden geprägt wird. Als institutionelle Ethnographie der Verbindungen zwischen Nativismus und Kapitalismus wird dieses Projekt die wachsende Zahl von Schweizer und/oder kosovarischen Unternehmer*innen betrachten, die auf nativistische Vorstellungen von Schweizer Identität im Kosovo zurückgreifen, oft mit Unterstützung staatlicher Institutionen.
Daten werden durch teilnehmende Beobachtung und verschiedene qualitative Interviewmethoden erhoben. Die Forschung umfasst 12 Monate ethnographische Feldarbeit im Kosovo (Pristina).
Neben dem Schreiben der Dissertation wird von der Doktorandin in der Post-Feldforschungsphase erwartet, dass sie zu Projektergebnissen beiträgt (Konferenzbeiträge, peer-reviewed Publikationen, Sonderausgaben etc.) sowie Workshops und Konferenzen organisiert.
Abgesehen von der Feldforschungsphase wird die Forschung an der Universität St. Gallen angesiedelt sein (Aufenthalts-/Arbeitserlaubnis, Büro, regelmäßige Projekttreffen, Verfolgung der Promotion).
Ihr Profil
Die Kandidatin/der Kandidat verfügt über einen Masterabschluss in Sozial-/Kulturanthropologie, Ethnologie, Soziologie, Geographie oder einer anderen relevanten Disziplin. Sie/er bringt fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in qualitativer Forschung und ethnographischer Feldarbeit mit. Vorerfahrungen mit den Themen Mobilität/Migration und/oder Nationalismus sind von Vorteil.
Die Doktorandin/der Doktorand wird in der Lage sein, die Forschung im Rahmen des Gesamtprojekts und des Teilprojekts im Kosovo sowohl eigenständig als auch im Team durchzuführen.
Zur Erleichterung der ethnographischen Feldarbeit im Kosovo sind Albanischkenntnisse erforderlich, und Kenntnisse in Deutsch oder Französisch werden als Vorteil angesehen. Die Kandidatin/der Kandidat beherrscht Englisch fließend/fortgeschritten und wird die Dissertation sowie weitere Outputs auf Englisch verfassen.
Die Ausschreibung richtet sich an Bewerber*innen jeglicher Staatsbürgerschaft/Nationalität.
"Ein Ort, an dem Wissen geschaffen wird" – Als eine der führenden europäischen Universitäten für Wirtschaft und Betriebswirtschaft engagiert sich die Universität St. Gallen (HSG), Schweiz, in der Ausbildung von über 10.000 Studierenden. Die HSG ist einer der größten Arbeitgeber der Region und bietet mehr als 3.500 Forschenden, Lehrenden und Fachkräften ein attraktives und innovatives Umfeld.