Künstliche Intelligenz
jobs.ch KI Report 2026
jobs.ch KI Report 2026
Wie künstliche Intelligenz den Schweizer Arbeitsmarkt verändert
Künstliche Intelligenz verändert den Schweizer Arbeitsmarkt bereits heute. Nicht überall gleich schnell und nicht in allen Branchen gleich stark. Der jobs.ch KI Report 2026 zeigt, wo sich Aufgabenprofile, Kompetenzanforderungen und Nachfrage bereits verändern – und wo der Arbeitsmarkt weiterhin stark auf menschliche, technische und praktische Fähigkeiten angewiesen ist.
Für den Report wurden 7,3 Millionen Stelleninserate auf jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch analysiert. Ergänzt wird die Datenauswertung durch Befragungen von Arbeitnehmenden und Unternehmen in der Schweiz. Die Analyse vergleicht eine Prä-KI-Phase von 2019 bis 2022 mit einer Post-KI-Phase von 2023 bis 2025.
Quelle: jobs.ch KI Report 2026 | basierend auf Daten von jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch
Der Berufseinstieg wird anspruchsvoller
Der Report zeigt: Künstliche Intelligenz verändert nicht einfach ganze Berufe von heute auf morgen. Vielmehr verschieben sich Aufgaben, Rollenprofile und Erwartungen an Arbeitnehmende. Besonders sichtbar wird dies beim Berufseinstieg: Der Anteil an Einstiegspositionen ist 2025 gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2022 um 32 Prozent zurückgegangen.
Relevant ist diese Entwicklung vor allem in KI-exponierten Bereichen wie IT, Marketing, Finanzen, Administration, Einkauf oder Vertrieb. Dort können viele klassische Einstiegsaufgaben – etwa Recherche, einfache Analysen, administrative Routinen oder erste Textentwürfe – heute teilweise durch KI-Tools unterstützt werden. Unternehmen benötigen weiterhin Nachwuchskräfte, erwarten in bestimmten Bereichen aber häufiger Profile, die rasch produktiv sind und bereits technologische Kompetenzen mitbringen.
Quelle: jobs.ch KI Report 2026 | basierend auf Daten von jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch

Quelle: jobs.ch KI Report 2026 | basierend auf Daten von jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch
AI FOBO: Junge Arbeitnehmende spüren den Wandel besonders stark
Für junge Arbeitnehmende entsteht dadurch eine neue Form von Unsicherheit. Gute Ausbildung und digitale Skills bleiben wichtig, führen aber nicht mehr in allen Berufsfeldern gleich selbstverständlich zu einem einfachen Einstieg. Gerade jene Bereiche, die lange als attraktive Karrierewege galten – etwa Wirtschaft, Marketing, IT oder Finanzen – sind stark von digitalen und KI-gestützten Veränderungen geprägt.
Diese Verunsicherung zeigt sich auch in der Befragung: 41 Prozent der unter 25-Jährigen sorgen sich, durch technologische Entwicklungen beruflich an Relevanz zu verlieren. Diese Sorge wird international zunehmend unter dem Begriff AI FOBO diskutiert – «Fear of Becoming Obsolete». Gemeint ist nicht die unmittelbare Angst, ersetzt zu werden, sondern das Gefühl, im Arbeitsmarkt den Anschluss zu verlieren.
Quelle: jobs.ch KI Report 2026 | basierend auf Daten von jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch
Der Arbeitsmarkt entwickelt sich je nach Tätigkeitsfeld unterschiedlich
Während sich der Rekrutierungsdruck in einigen digitalen Wissensberufen abschwächt, bleiben viele praktische, technische und dienstleistungsnahe Berufe schwer zu besetzen. Der Scarcity Index zeigt diese Verschiebung deutlich: KI-exponierte Rollen lassen sich heute tendenziell leichter besetzen als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Fachkräften in Bereichen wie Pflege, Handwerk, Gastronomie, Infrastruktur oder technischen Dienstleistungen hoch.
Besonders deutlich zeigt sich dies bei Pflegefachkräften: Im Scarcity Index liegt der Wert heute rund achtmal höher als 2023. Profile wie Social-Media-Manager:innen gelten im Scarcity Index dagegen deutlich weniger als knappe Rollen. Die Daten zeigen damit keine einfache Gegenüberstellung von Gewinnern und Verlierern, sondern eine Verschiebung von Nachfrage und Knappheit zwischen verschiedenen Tätigkeitsfeldern.
Quelle: jobs.ch KI Report 2026 | basierend auf Daten von jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch

Quelle: jobs.ch KI Report 2026 | basierend auf Daten von jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch
KI-Kompetenzen werden branchenübergreifend wichtiger
KI ist längst nicht mehr nur ein Thema der IT-Branche. Der Report zeigt, dass KI-bezogene Kompetenzen zunehmend auch in anderen Branchen gefragt sind – etwa im Bauwesen, in der Industrie, im Finanzbereich oder in der Verwaltung. Entscheidend wird dabei nicht nur technisches Spezialwissen, sondern die Fähigkeit, KI-Anwendungen sinnvoll zu nutzen und mit fachlichem Know-how zu verbinden.
Auch Unternehmen spüren diese Entwicklung: 34 Prozent geben an, Mühe zu haben, passende KI-Talente zu rekrutieren. Gleichzeitig fühlt sich nur ein Teil der Arbeitnehmenden gut vorbereitet: 33 Prozent geben an, sich KI-fit zu fühlen. Damit wird Weiterbildung zu einem zentralen Thema – für Arbeitnehmende ebenso wie für Unternehmen.
Quelle: jobs.ch KI Report 2026 | basierend auf Daten von jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch
Was der Report zeigt
Der jobs.ch KI Report 2026 ist keine Prognose über Gewinner und Verlierer. Er ist eine datenbasierte Standortbestimmung eines Arbeitsmarkts im Wandel. Die Analyse zeigt, dass KI den Schweizer Arbeitsmarkt nicht einheitlich verändert, sondern je nach Tätigkeitsfeld, Branche und Kompetenzprofil unterschiedlich wirkt.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören: Der Berufseinstieg wird anspruchsvoller, besonders in KI-exponierten Wissensberufen. Die Nachfrage verschiebt sich zwischen digitalen, physischen und dienstleistungsnahen Tätigkeiten. KI-Kompetenzen werden branchenübergreifend wichtiger, während junge Arbeitnehmende den Wandel besonders stark wahrnehmen.