Job Coach > So machst du deine Schwächen ausfindig

So machst du deine Schwächen ausfindig

Du bist happy, denn du hast soeben die Einladung zum Bewerbungsgespräch bekommen. Nun geht es an die Vorbereitung für das Jobinterview: Recherche über das Unternehmen, Zusammenstellung deiner Kompetenzen sowie Stärken und Schwächen. Beim letzten Punkt angekommen, fällt dir partout keine Schwäche von dir ein. Das heisst nicht, dass du perfekt bist – wir alle haben unsere Ecken und Kanten. Und wie man die eigenen Schwächen für das Bewerbungsgespräch (und auch sonst) herausfindet, erfährst du in diesem Beitrag.

Stärken bestimmen, um Schwächen zu finden

Im Wirtschaftskontext wendet man oft die Stärken-Schwächen-Analyse (SWAT-Analyse) an, um die Position des Unternehmens im Markt zu analysieren. Dabei wird versucht herauszufinden, was die Stärken und Schwächen des Unternehmens und die Gefahren und Chancen am Markt sind. Diese Methode lässt sich aber auch gut auf sich selbst anwenden. Man ersetzt einfach „Unternehmen“ mit „Ich“ und „Markt“ mit „potentieller Arbeitgeber“.

Bestimme als erstes deine Stärken – in der Regel geht das einfacher. Dann überlegst du dir, was die Bereiche sind, die nicht von den Stärken abgedeckt sind. So siehst du, in welchen Feldern deine Schwächen liegen oder kannst sie benennen. Nun sollten Stärken und Schwächen aber auch immer mit der Firma und der Stelle in Verbindung gebracht werden. Das kann sie zusätzlich noch untermauern oder entkräften. Sind die Stärken zu stark oder die Schwächen zu schwach, ist diese Verstärkung durchaus empfehlenswert.

Die Stärken und Schwächen listet man auf und stellt sie gleichzeitig in Relation mit den Gefahren oder Chancen, die der mögliche Arbeitgeber darin sehen kann. Der Effekt ist, dass die Stärken verbunden mit den Schwächen moderater werden. Hingegen legen die Schwächen verbunden mit den Chancen an Kraft zu. Das geht auch über Kreuz: Werden die Stärken mit Chancen verbunden, betont man sie stärker, werden die Schwächen mit den Gefahren verbunden, werden sie trüber.

Beispiele

Stärke-Chance

„Ich kann sehr gut auf Menschen zugehen – im jetzigen Aufbaustadium Ihres Unternehmens ist das vor allem für die Neukundenakquise sehr vorteilhaft.“

Schwäche-Gefahr

„Ich bin teilweise zu sehr zielorientiert. Das macht es für mich manchmal schwierig, das grosse Ganze vor Augen zu behalten.“

 Beispiele über Kreuz

Stärke-Gefahr

„Ich habe einen sehr stetigen Arbeitsrhythmus, kann aber in hektischen Situationen sehr agil reagieren.“

Schwäche-Chance

„Manchmal fällt es mir schwer, mich auf eine einzige Aufgabe zu konzentrieren. Durch dieses vernetzte Denken kann ich jedoch die Zusammenhänge zwischen den Abteilungen erkennen und vorteilhaft einsetzen.“ 

Indem du dich selbst gut einschätzt und aufzeigst, dass du deine Schwächen auch nützlich einsetzten kannst, signalisierst du, dass du selbstreflektiert bist und dich weiterentwickeln möchtest.

Ähnliche Beiträge

Warum es gut ist, Schwächen im Vorstellungsgespräch zuzugeben
5 Fragen im Vorstellungsgespräch