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Unpassende Formulierungen bei der Jobsuche

Es gibt Wörter und Formulierungen, die machen weder in deinem Lebenslauf noch in deinem Bewerbungsschreiben oder beim Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck. Damit nicht auch du in die Wortschatz-Falle tappst, findest du hier die wichtigsten Wörter, die du aus deinem Bewerbungsdossier streichen kannst.

Könnte, würde, wäre…

Schluss mit unkonkreten Formulierungen wie „Gerne würde ich Ihr Unternehmen kennenlernen“ oder „Ich könnte in Ihrem Team einen wichtigen Beitrag leisten“. Der Konjunktiv schwächt Aussagen immer ab und drückt Unsicherheit aus. Wenn du jedoch sagst „Ich freue mich, Ihr Unternehmen kennenzulernen“, dann wirkt das definitiver und überzeugter.

Eher

Auch das kurze Wörtchen eher hat in Bewerbungsdossiers nichts zu suchen, vor allem bei der Beschreibung deiner Fähigkeiten und Erfahrungen. Dieses Füllwort drückt Zweifel und Unentschlossenheit aus und kann genauso wie wahrscheinlich getrost weggelassen werden.

Eh, halt, schon,…

Hierbei handelt es sich um Füllwörter, die nicht in offizielle schriftliche Dokumente gehören und auch im Bewerbungsdossier nichts zu suchen haben. Auch im Bewerbungsgespräch sind diese und ähnliche Satzfüller bedeutungslos und können bedenkenlos weggelassen werden.

Aber

Wenn ein Satz mit einem aber formuliert wird, dann erzeugt das oft einen negativen Beigeschmack und der Teil nach dem aber bleibt mehr in Erinnerung als die Aussage zuvor. „Ich bin sehr an dieser Tätigkeit interessiert, aber müsste noch viel Neues dazulernen“ macht sich daher weniger gut als „Ich bin sehr an dieser Tätigkeit interessiert und freue mich, dabei viel Neues zu lernen“.

Nur

Formulierungen wie „Ich möchte nur wissen“ oder „Ich wollte mich nur erkundigen“ wirken unsicher und entschuldigend. Als Kandidat solltest du selbstsicher sein – du kannst durchaus Fragen stellen, ohne derartige Füllwörter zu verwenden.

Ziemlich, einigermassen, recht

Ähnlich wie eher ist ziemlich nichts Ganzes und nichts Halbes. Sei dir nicht ziemlich sicher, und präsentiere dich den Personalern nicht als ziemlich passend. Stehe zu deinen Fähigkeiten und lasse dieses relativierende ziemlich weg. Genauso kannst du dir die Wörter einigermassen und recht im Bewerbungsprozess sparen.

Was sind deine Erfahrungen? Kennst du weitere Wörter und Ausdrücke, die nichts im Bewerbungsprozess zu suchen haben? Ich freue mich auf dein Feedback.

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Bernadette Hölzl
sagte am April 11, 2018 at 8:49 pm :

Eigentlich…

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Bernardo Sittaro
sagte am April 16, 2018 at 12:57 pm :

Das grösste Unwort in einem Bewerbungsgespräch etc. finde ich „eigentlich“. Damit sage ich schon ja schon fast Nein, obschon ich keine Antwort gebe!

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Dominik
sagte am April 17, 2018 at 10:33 am :

Den Konjunktiv im ersten Beispiel weg zu lassen finde ich persönlich einfach unpassend. Das ist genau so unnötig wie in einem „entschuldigenden Email“ für das Verständnis zu danken (das man vielleicht nicht erhält).
Alle anderem Punkte sollten jedem, der nicht völlig auf den Kopf gefallen ist, sowieso klar sein.

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Peter
sagte am April 17, 2018 at 4:21 pm :

Da sind wir unterschiedlicher Meinung :-) Anderes Beispiel: „Ich würde mich gerne entschuldigen.“ Na, machst du es nun oder nicht? Ebenso kannst du dich also auch direkt bedanken für die Einladung zu einem persönlichen Gespräch und hast den Fuss damit auch gleich schon selbstsicher in die Tür gestreckt: „Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch kennen zu lernen und Sie von meinen Qualitäten zu überzeugen.“ ODER: „Ich freue mich, Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch beantworten zu dürfen.“

Simon Wyss
sagte am April 17, 2018 at 10:41 am :

Offizielle schriftliche Dokumente? Da ist auch schon einiges schief gelaufen. Etwas Offizielles ist etwas Amtliches, officium bedeutet Amt. Meine Bewerbung ist nichts Offizielles, es geht auch nicht um ein privates Amt. Dann das schriftliche Dokument, das ist ein Pleonasmus, eine Doppelung. Schriftstück könnte man schreiben, das reicht. Das Wort Dokument wird auch oft falsch verwendet, wahrscheinlich weil es aus dem Latein stammt. Mein Lebenslauf ist kein Dokument, sondern eine von mir selbst verfasste Zusammenstellung. Ein Arbeitszeugnis hingegen, von jemand anderem ausgestellt, dokumentiert, belegt, beweist zumindest das Vertragsverhältnis und die vereinbarten Rechte und Pflichten. Ansonsten Danke für Hinweise

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Noemi Rieger
sagte am April 17, 2018 at 11:12 am :

Das stimmt zum Teil, jedoch gibt es mehrere Bedeutungen für den Begriff Dokument:
1. Urkunde, amtliches Schriftstück
2. Beweisstück, Zeugnis
3. (DDR) Kurzform für: Parteidokument
4. (EDV) strukturierte, als Einheit erstellte und gespeicherte Menge von Daten; [Text]datei
Sofern der Lebenslauf bzw. die Bewerbungsunterlagen also elektronisch gespeichert sind, handelt es sich sehr wohl um ein Dokument.

Rolf Sauter
sagte am April 17, 2018 at 11:05 am :

Eigentlich heisst auch eigentlich nicht.

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F. Schweighofer
sagte am April 17, 2018 at 11:06 am :

eventuell

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Seitz
sagte am April 17, 2018 at 11:22 am :

Sehr interresannte infos

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Yanik
sagte am April 17, 2018 at 12:10 pm :

Wenn man es so schreibt, ist das ein Wort, welches unbedingt auch auf die Liste gehört.

Markus
sagte am April 17, 2018 at 11:30 am :

möglich, möglicherweise, vermutlich, wahrscheinlich, alles Chabis, es geht nur um das Konkrete.

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Oliver
sagte am April 17, 2018 at 2:12 pm :

Hallo

Also sorry, aber dieser Tipp bringt mir herzlich wenig. Ich habe genug RAV Sessionen gehabt, zudem in den IKA Fächern und BMS gelernt, dass man solche Füllwörter nie in einem Bewerbungsbrief reinschreibt, da gehört aber auch ein gesunder Menschenverstand. Mit meinem Wissen über Bewerbungen könnte ich glaube ich selber ein Büro aufmachen, dass die vermeintlichen Tipps mich aber fast in die Fänge des Sozialamts drängten, sei einmal mehr dahingestellt.

Zudem, wenn die Absagen von vermeintlich kompetenten Bewerbungsbüros auch relativ 0815 und dreist frech sind, frage ich mich sowieso, ob sich der Aufwand lohnt. Das Gleiche übrigens um ein Profil auf eurer HP zu haben, welches ich immer ordentlich mit aktuellsten Angaben und Fotos pflegte und doch nur Abzockerjobs oder solche unter meiner Qualifikation oder Lohnvorstellung (nicht mal Mindestlohn oder sodass es knapp zum Leben reicht), wurde mir angeboten.

Hört doch mal auf mit solcher nutzlosen Propaganda. Ich hab schon viel Dümmere und mit schlechteren Deutschkenntnissen gesehen, die zudem sehr schlecht qualifiziert waren und dann in Chefpositionen gehievt wurden Danke.

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Mathias Steger
Mathias Steger
sagte am April 18, 2018 at 3:41 pm :

Hallo Oliver. Vielen Dank für dein Feedback. Bist du frustriert über deine aktuelle Situation? Wo würdest du dir wünschen, dass wir dich mehr abholen bzw. welche Themen würden dich auf unserem Job Coach noch mehr interessieren? Gerne gehen wir auf deine Themenwünsche ein. Liebe Grüsse, Mathias von jobs.ch

Bora
sagte am April 17, 2018 at 4:24 pm :

Gute Tipps, vielen Dank

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Peter
sagte am April 30, 2018 at 2:20 pm :

Wirklich?
Echt?
Hätte ich nicht gedacht….. Respekt. Dieser Artikel stammt sicherlich von einem Recruiter…..

Und nein, ich bin nicht frustriert. Ich staune manchmal nur über die „Daseins-Berechtigung“ von gewissen Artikeln und über jene, die diese verfassen.

Gesunder Menschenverstand sagt auch, dass Papier geduldig ist und alles annimmt.

Gruss
Peter

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Simon Wyss
sagte am September 28, 2018 at 6:31 am :

Die Gegenseite ist ebenso wert, betrachtet zu werden, ich meine die undurchsichtige Sprache von der Stellenausschreibung über die erste Antwort auf eine Bewerbung bis zum persönlichen Gespräch. „Dynamisches Umfeld“ und „interessantes Aufgabengebiet “gehören verboten, das ist fertiger Mumpiz. Ganz deplatziert finde ich „leider“ in der Absage. Es tut keinem leid. Wie verheuchelt sind denn alle? Ansonsten meine ich auch, dass man selbstsicher schreiben soll. Ich habe selber Bewerbungen erhalten und beantwortet. Was einen richtigen Chef interessiert, ist das Potenzial von Kandidaten, also aufschreiben, was man alles berührt und ausgeführt hat und was man gerne tut. Sich als Könner zeigen!

Antworten

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