Stans
«Die Kontakte zu den Mitarbeitenden werde ich am meisten vermissen»
- 07 August 2026
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About the job
An der PS-Versammlung 2025 ehrten Bankratspräsident Daniel Bieri (rechts) und Heinrich Leuthard, Vorsitzender der Geschäftsleitung (links), Andreas Mattle für sein grosses Engagement für die NKB.
Lieber Andreas, Ende Mai trittst du nach 23 Jahren bei der NKB offiziell deinen wohlverdienten Ruhestand an. Welche Momente bleiben dir besonders in Erinnerung?
Lustigerweise erinnere ich mich noch gut an den ersten Arbeitstag bei der NKB. Mir wurde der persönliche Parkplatz gezeigt und die Cafeteria lernte ich ebenfalls rasch kennen (lacht). Danach gab es in all den Jahren natürlich viele Momente, zu denen wir in Erinnerungen schwelgen könnten. So konnten wir unzählige IT-Projekte umsetzen, beispielsweise die Migration auf Finnova oder auch mehrere Generationen im Bereich E-Banking und Mobile Banking.
Aber auch im Bereich Infrastruktur ging einiges.
Sehr vieles sogar, ja. So konnten Neubauten wie etwa die Geschäftsstelle im Länderpark – diese wurde sogar zweimal baulich verändert – oder die Geschäftsstelle Buochs/Ennetbürgen in der Nähseydi realisiert werden. Auch der Brand in der Geschäftsstelle Stansstad mit anschliessendem Neubau bleibt natürlich in Erinnerung. Dazu führten wir einige Umbauprojekte durch. So entstand etwa die neue Kundenhalle am Hauptsitz in Stans inklusive NKB Forum oder die neue Geschäftsstelle Beckenried, und nicht zuletzt war auch der grosse Umbau der Büroräumlichkeiten am Hauptsitz in Stans ein wegweisendes Projekt. Dazu öffnete ja erst kürzlich auch das neue Café 54 in Stans seine Türen, auch bei der Umsetzung dieses Projekts durfte ich nochmals mitwirken.
Gab es ein Highlight, dass für dich persönlich herausstach?
Wenn man so viele Jahre mitarbeiten durfte, dann gibt es natürlich viele Highlights. Und wenn man auf das Berufsleben zurückblickt, dann ist vermutlich genau dies schlussendlich das Highlight.
Was hat dir am meisten Freude an deiner täglichen Arbeit bereitet?
Mir hat es immer wieder Freude bereitet, dass ich einen Teil zur Weiterentwicklung der Bank beitragen durfte. Als ich zur NKB kam, machte ich mir vermutlich nicht immer Freunde, wenn ich den Spruch «Nidwalden ist keine Insel» zum Besten gab. Für mich war es immer interessant, über den eigenen Zaun zu schauen und zu sehen, was sich bei anderen Banken, in anderen Branchen und in anderen Ländern so tut und wie sich gewisse Dinge entwickeln.
Was war dir als Führungskraft besonders wichtig?
Da gibt es drei Dinge, die ich erwähnen möchte. Zum einen ist das das Einhalten von gewissen moralischen und ethischen Prinzipien sowohl im Umgang mit Kundinnen und Kunden wie auch mit den Mitarbeitenden. Zum anderen war mir ein fairer und wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitenden in guten aber auch in weniger guten Momenten stets sehr wichtig. Und was manchmal in der Finanzwelt etwas untergeht und in meinen Augen wichtig zu erwähnen ist: Es gibt nicht nur Erträge, sondern auch Kosten und Investitionen. Dessen muss man sich stets bewusst sein.
Was macht die NKB für dich aus?
Die NKB ist ihrer Natur als kleinere Kantonalbank stets treu geblieben. Sie ist im Kanton sehr gut verankert und kümmert sich um die Menschen und die Gesellschaft in der Region. Dessen ungeachtet entwickelt sie sich immer weiter und passt sich neuen Gegebenheiten und Veränderungen im Umfeld an. Dieser Mix zwischen regionaler Verbundenheit und moderner Geschäftsausübung ist nur dank dem kompetenten und tatkräftigen Einsatz aller Mitarbeitenden möglich. Es ist wirklich toll, was sie tagtäglich leisten.
Was hat sich in der Finanz- und Bankenbranche in den vergangenen 23 Jahren am meisten verändert?
Das, was vermutlich die meisten in der Branche antworten würden: Ständige Automatisierung, digitale Transformation, stetig zunehmender Regulierungsdruck oder auch der sich wandelnde und herausfordernde Arbeitsmarkt. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass im Retailbanking die Basis gleichgeblieben ist. Es geht im Kern immer noch um das Finanzierungs- und das Anlagegeschäft.
An der PS-Versammlung Mitte April wurdest du für dein grosses Engagement auf der Bühne geehrt. Was hat dir diese Geste bedeutet?
Für mich war der Dank von Dani Bieri und Heiri Leuthard an der PS-Versammlung ein Ausdruck der Wertschätzung meiner Arbeit bei der NKB. Die Geste, dass ich auf die Bühne kommen durfte und dort persönlich verabschiedet wurde, war für mich etwas Besonderes, und ich habe mich darüber sehr gefreut.
Nun geht es für dich etwas ruhiger zu und her. Gibt es trotzdem etwas, was du vermissen wirst?
Ja klar, am meisten werde ich natürlich die vielen interessanten und wertvollen Kontakte und Begegnungen mit den Mitarbeitenden in der Bank vermissen. Sie waren für mich stets die Motivation, gerne zur Arbeit zu gehen.
Wie sehen nun deine Pläne für die Zukunft aus?
Aktuell baue ich meinen Feriensaldo ab und geniesse erst mal die Ferientage. Für die Zeit danach habe ich ein paar Gedanken, spruchreif ist jedoch noch nichts.
Du bist gebürtiger Toggenburger. Geht es nun zurück in die Ostschweiz?
Diese Frage wurde mir in letzter Zeit öfter gestellt, was mich etwas überrascht. Uns gefällt es in Fürigen, dem schönsten Ort von Nidwalden, sehr gut und wir planen nicht, von hier wegzuziehen.