Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in/Doktorand:in im Bereich Generativity Gap (m/w/d)
Universität St. Gallen
St.Gallen
Key information
- Publication date:13 January 2026
- Workload:100%
- Place of work:St.Gallen
Das Institute of Information Systems and Digital Business (IWI-HSG) betreibt seit über 30 Jahren anwendungs- und gestaltungsorientierte Forschung an der Schnittstelle von Wirtschaft und Informationstechnologie. Innerhalb des Instituts erforscht Prof. Ingrid Bauer-Hänsel mit ihrem Team, wie Organisationen komplexe Informationssysteme gestalten, aufbauen und steuern können – häufig auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Der Forschungsschwerpunkt liegt insbesondere auf Human–(Gen)AI-Kollaboration, Datenmanagement und Datenökosystemen sowie Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien.
Ihre Aufgaben
Branchenübergreifend führen Organisationen generative Künstliche Intelligenz (GenAI) derzeit mit hoher Geschwindigkeit ein, um die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden zu steigern. Im Unterschied zu traditionellen KI-Systemen kann GenAI neue Inhalte, Ideen und Lösungen generieren und Wissensarbeit beschleunigen. Aktuelle Forschung zeigt jedoch, dass nicht alle Mitarbeitenden gleichermassen von GenAI profitieren: Während einige deutliche Leistungsgewinne erzielen, erleben andere Stagnation oder sogar Leistungseinbussen. Diese wachsende Kompetenz- und Performanzkluft – der sogenannte "Generativity Gap" – steht im Zentrum dieses Dissertationsprojekts.
Im Team von Prof. Dr. Ingrid Bauer-Hänsel leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Verständnis und zur Gestaltung dieser Entwicklung in wissensintensiven Branchen wie Beratung, Business Analytics und Software Engineering. Sie analysieren nicht nur, welche Aufgaben und welche Mitarbeitenden besonders betroffen sind, sondern entwickeln, testen und verfeinern gemeinsam mit Praxispartnern konkrete Interventionslösungen. Ziel des Projekts ist es, sicherzustellen, dass die Einführung von GenAI die kollektive Leistungsfähigkeit der Belegschaft steigert, ohne bestehende Ungleichheiten zu verstärken. Ihre Forschung verbindet theoriegeleitete Analyse, empirische Forschung und gestaltungsorientierte Forschung (Design Science Research). Sie tragen zur Weiterentwicklung des Forschungsstrangs zu effektiver Human–(Gen)AI-Kollaboration, Hybrid Intelligence sowie Wertschöpfung und Wertvernichtung durch GenAI bei und übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in praxisnahe Lösungen für Organisationen.
Ihre Aufgaben
- Untersuchung individueller und organisationaler Mechanismen, die den Generativity Gap beeinflussen (z. B. Prompting-Kompetenz, Überabhängigkeit von KI, motivationale Faktoren), mithilfe qualitativer und quantitativer Methoden
- Konzeption und Durchführung kontrollierter Experimente und Feldstudien zur Messung von Arbeitsleistung, Kreativität und Engagement
- Prototyping und Evaluation von Interventionen (z. B. Trainingskonzepte, Kollaborationsdesigns, Anreizmechanismen) in Zusammenarbeit mit Unternehmenspartnern
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung der Forschung zu Hybrid Intelligence sowie zu Wertschöpfung und Wertvernichtung durch GenAI
Wir bieten
- Ein strukturiertes und planbares Doktoratsprogramm (ca. 3,5 Jahre) mit intensiver Betreuung und attraktiver Vergütung auf privatwirtschaftlichem Niveau
- Einbindung in ein internationales Forschungsnetzwerk sowie aktive Unterstützung bei Publikationen in führenden Fachzeitschriften und Präsentation Ihrer Forschung auf internationalen Spitzenkonferenzen
- Enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern
- Mitarbeit in einem jungen, engagierten Forschungsteam sowie ein inspirierendes Arbeitsumfeld an einer der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas
Ihr Profil
Wir erwarten
- Einen Masterabschluss (mindestens Note 5.0 im Schweizer System; entspricht 2.0 in Deutschland/Österreich) in Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Data Science, Psychologie, Betriebswirtschaftslehre oder einem verwandten Fachgebiet
- Kreativität und Gestaltungsorientierung: Freude daran, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Interventionslösungen zu überführen, die inklusive Kompetenzentwicklung fördern und den Generativity Gap adressieren
- Technische Neugier und Lernbereitschaft, einschließlich der Motivation, neue Methoden und Werkzeuge selbstständig zu erlernen und anzuwenden (z. B. GenAI-Frameworks, experimentelle Designs, Prototyping-Umgebungen)
- Sehr gute Kommunikationsfähigkeiten in Deutsch und Englisch (zwingend erforderlich)
- Erste Erfahrungen mit experimentellen und gestaltungsorientierten Forschungsmethoden (z. B. Design Science Research, Experimente, Prototyping, Feldexperimente), sowie eigene (Berufs-) Erfahrungen in den zu untersuchenden Branchen sind von Vorteil.
"Ein Ort, der Wissen schafft" - Als eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas engagiert sich die Universität St.Gallen (HSG) in der Ausbildung von über 10'000 Studierenden und bietet als eine der grössten Arbeitgeberinnen der Region rund 3'500 Mitarbeitenden ein attraktives und innovatives Umfeld in Forschung, Lehre, Weiterbildung und Verwaltung."