Job Coach > „Karriereplanung gibt es nicht – die Karriere entsteht durch glückliche Zufälle!“

„Karriereplanung gibt es nicht – die Karriere entsteht durch glückliche Zufälle!“

In ihrem Buch „Erfolg in Studium und Karriere – Fit durch Selbstcoaching“ geben Natascha Miljkovic und René Merten Ratschläge, wie man sich persönlich und beruflich weiterentwickeln kann. Das fängt bei der Ermittlung und Verbesserung von Kompetenzen an, geht über Lerntechniken und -Tipps beim Studium, Networking-Tricks bis hin zu Tipps, um den passenden Job zu finden. Warum das Buch auch für gestandene Berufsleute sehr nützlich ist, wie es der beruflichen Entwicklung hilft und was ihr persönlicher wichtigster Tipp ist, erklärt Natascha Miljkovic im Interview.

karriere und selbstcoaching buch von natascha miljikovic

Ben Seiler: Wie würden Sie das Buch in einem Satz beschreiben?

Natascha Miljkovic: Es ist ein Ratgeber mit Tipps für Studierende und Absolventinnen, der gegen die Selbstoptimierung und für das Finden des eigenen Weges im Leben ist.

Und den eigenen Weg soll man durch vier Hauptkapitel Kompetenzen, Studium, Kontakte und Karriere besser finden?

Das ist eben das Besondere: Es geht nicht um den „Selbstoptimierungs-Zwang “, sondern um den weiteren Weg im Leben und den Selbstkennenlern-Effekt, damit man die eigenen Wünsche besser benennen und so auch verfolgen kann. Wir wollten keine Checkliste nach Schema F zu erstellen, bei der man die Punkte A bis X erfüllt, um mehr Lohn zu erhalten. Ich bin eine erklärte Gegnerin des Begriffs Karriereplanung – denn die Karriere lässt sich oft nicht planen oder kommt anders als man es geplant hat. Meiner Meinung nach gibt es viele glückliche Zufälle im Leben, die nicht immer nur im Berufskontext entstehen. Und wäre ich immer nur stur auf einem Weg geblieben, wäre ich heute nicht dort, wo ich jetzt bin. Deshalb haben wir stark darauf geachtet, auch Hobbys oder persönliche Interessen in das Buch einzubauen.

Es werden viele sogenannte Soft-Skills behandelt: Schreibkompetenz, Verhandlungsgeschick, Sprachen. Was ist mit den Hard-Skills, den handwerklichen Fähigkeiten?

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, nur auf die geistigen Fähigkeiten zu fokussieren. Trotzdem gibt es viele Tipps im Buch, die sowohl bei handwerklichen als auch bei nichthandwerklichen Berufe umgesetzt werden können. Zusätzlich haben wir auch Unterkapitel, in denen es um technisches Verständnis geht und mehr Hands-on Mentalität gefordert ist. Trotzdem sollte man sich generell bewusst bleiben, dass nicht immer alles reine Wissensarbeit ist ­– auch wenn das Buch ein Ratgeber für Studierende und Absolventen sein soll, von denen eher geistige Fähigkeiten gefordert werden.

Was ist der wichtigste Tipp während dem Studium?

Sich selbst mehr zuzutrauen ist für mich und wahrscheinlich auch für meine Co-Autoren das Wichtigste. Ganz im Sinne von: Geh hinaus und mach etwas, was du noch nie gemacht hast! Lerne mit Rückschlägen umzugehen und ziehe deine Lehren daraus. Einfach mal einen Theater-Improvisations-Kurs besuchen – dann werden mündliche Übungen oder Präsentationen auch plötzlich einfacher. Oder sich trauen, im Studium Fragen zu stellen. Denn leider sitzen bei Vorlesungen viele nur teilnahmslos da. Ich war ja selber auch so und habe es so erlebt. Studierende sollten sich auch trauen, offener auf Menschen zuzugehen, um mehr Kontakte zu knüpfen.

“Geh hinaus und mach etwas, was du noch nie gemacht hast!”

Kann das Buch auch für Nicht-Studierende nützlich sein?

Natürlich! Wir haben sowohl Studierende als auch Absolventen oder Nicht-Studierende als Zielgruppe präsent, weil beide ähnliche Ansprüche haben. Bei Studierenden ist es beispielsweise nicht sinnvoll, wenn man mit dem Kontakteknüpfen wartet, bis das Studium vorüber ist – aber genau das ist die Realität. Aber auch Absolventen / Nicht-Studierende können sich oft noch verbessern, was angeht. So schlagen wir die Brücke zwischen diesen beiden Gruppen. Ich würde sagen, das Buch ist für alle, die im Beruf noch unerfahren sind und gerade durchstarten wollen, wobei es keine Rolle spielt, ob man davor ein Studium abgeschlossen hat. Die Tipps sind zum Teil sehr Basic, damit man sich selbst besser kennenlernt – quasi als Selbstcoaching. Aber ich bekomme auch oft von Kollegen die Rückmeldung, dass sie nützliche Tipps in meinem Buch fanden und nun zufriedener mit ihrem Networking sind. Und meine Kollegen sind zwischen vierzig und fünfzig.

Sind die Tipps nur auf digitale Berufe ausgelegt?

Wir gehen auf jeden Fall mit dem Zeitgeist. Man darf die Augen nicht vor der Digitalisierung verschliessen und sollte sich bestmöglich darauf vorbereiten. Für uns war es daher selbstverständlich, Themen wie Online-Auftritte zu behandeln. Wir sind aber auch noch einen Schritt weitergegangen, zurück zum Offline-Auftritt. Wie man Kontakte knüpft oder richtig netzwerkt oder Kontakte pflegt, also quasi den gegenteiligen Weg von der digitalen Welt zur analogen Praktiken.

Was ist Ihr persönlich wichtigster Tipp für die Praxis?

Neugierig und offen gegenüber neuen Sachen zu bleiben, ist für mich besonders wichtig. Deshalb habe ich ein Journal mit dem Titel «Do something New», in dem ich all die Einfälle und Sachen, die ich noch gerne ausprobieren möchte, mitschreibe. So fordere ich mich heraus, etwas zu machen, was ich noch nie gemacht habe. Dabei erlebt man immer etwas Spannendes oder lernt etwas Neues.

Wie kann ich mir das vorstellen?

Ein einfaches Beispiel sind Fachbegriffe, die ich benutze. Tausendmal gesagte Begriffe, von denen man aber nicht immer die Definition kennt, schreibe ich mir auf, setze mich mit ihnen auseinander und erweitere so fast täglich mein Glossar. So etwas kann helfen, Dinge prägnant und präzise in kurzer Zeit zu beschreiben, was auch im Arbeitsalltag sehr hilfreich sein kann, beispielsweise bei einem Elevator-Pitch.

 


karriere und planung mit natascha milijkovic

Mag.a Dr.in Natascha Miljkovic ist Inhaberin der Firma “Zitier-Weise”, Science Counsellor und präventive Plagiatsprüferin. In ihrem Buch „Erfolg in Studium und Karriere – Fit durch Selbstcoaching“ berät sie Studierende und Absolventen zu Themen wie Kompetenzenaneignung, Karriereentwicklung und Networking.

Hier noch der Link zum Buch: http://www.utb-shop.de/autoren/miljkovic-natascha/erfolg-in-studium-und-karriere-fit-durch-selbstcoaching-9436.html

 

 

 


 

Gewinnspiel

Weisst du welcher Job zu dir passt? Mit dem diesem Mindmap aus dem Buch “Erfolg in Studium und Karriere – Fit durch Selbstcoaching” findest du es heraus!

 

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So machst du mit:

Schreibe eine Antwort zur folgenden Frage in die Kommentare: Welchen Tipp gibst du jemandem, der mit dem Studium oder seiner Karriere startet

Der Wettbewerb läuft bis 6.12.2017 um 23.59 – die beste Antwort gewinnt!

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Karolin Teufer
sagte am November 28, 2017 at 3:45 pm :

Ganz wichtig: Bleib dir selbst treu.

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Mirco Schulze
sagte am November 28, 2017 at 3:46 pm :

Liebst du das was du tust? – Nein? – Dann ist es nicht das Richtige für dich.
Wenn du das tust, was du liebst, dann musst du nämlich nie mehr arbeiten.

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Daniela Amsler
sagte am November 28, 2017 at 4:05 pm :

Wähle eine Studienrichtung, die dich interessiert. Bleibe aber wachsam und offen für alternative Wege und wage dich an Neues und Unbekanntes – verlieren kannst du wenig, gewinnen jedoch meistens viel!

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Irene Odermatt
sagte am November 28, 2017 at 7:53 pm :

Gib dir Mühe, sei präsent, denke mit und handle entsprechend.

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Teresa D'Amore
sagte am November 29, 2017 at 11:06 am :

Es gibt zwei Wörter, die mir bisher viele Türen in meinem Leben geöffnet haben… Ziehen und Drücken!

Antworten
Margit Bako
sagte am November 29, 2017 at 5:26 pm :

Mach das was dir Spass macht,lass dich inspirieren jeden Tag und mach das vom ganzen Herzen!:-)

Antworten
Bühlmann André
sagte am November 30, 2017 at 7:26 am :

Habe Spass an dem, was Du auch immer machst!

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Stefan Bosshard
sagte am Dezember 1, 2017 at 6:15 am :

Das wichtigste ist, dass etwas Spass macht und Freude bereitet. Auf dieser Ebene kann viel Neues und Positives entstehen, sprich eine optimale Weiterentwicklung stattfinden.

Antworten
Raphael
sagte am Dezember 1, 2017 at 7:20 pm :

Wit sind alles Menschen(auch Vorgesetzte/Dotzenten) und Menschen machen Fehler. Also mach dir einen Kopf, wenn du mal etwas falsch machst oder nicht verstehst. Frage lieber nach damit du es das nächste mal besser hinbekommst. Merke: Kommunikation ist etwas vom wichtigsten für eine gute Zusammenarbeit.

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