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Der erste Arbeitstag

Sie freuen sich enorm über die neue Stelle. Eigentlich können Sie den ersten Arbeitstag kaum erwarten, sind aber doch ein bisschen unsicher, was Sie erwartet. Ein bisschen Lampenfieber schadet nichts, im Gegenteil. Niemand erwartet von Ihnen Unmögliches.

Zu einem guten Einstieg können Sie selbst viel beitragen. Seien Sie darum frisch geduscht, frisch rasiert, frisiert und manükiert. Erscheinen Sie auch pünktlich und planen Sie ein ausreichendes Zeitpolster für den neuen Arbeitsweg ein. Wie Sie sich kleiden, sollte bereits am ersten Arbeitstag zum Arbeitsumfeld passen. Wer in einem Kreativberuf tätig ist, für den gilt ein anderer Dresscode als für Banker. Im Zweifel vorher nachfragen.

Am ersten Arbeitstag werden Sie Ihren Arbeitsplatz, viele Kollegen und Mitarbeiter kennen lernen und einen ersten Einblick in Ihr Aufgabenfeld erhalten. Vor allem der erste Eindruck, den Sie bei Kollegen und Mitarbeitern hinterlassen, ist entscheidend, denn bereits die ersten vier Sekunden entscheiden über Sympathie oder Antipathie und damit automatisch über Ihren weiteren Status im Unternehmen. Achten Sie daher darauf, dass Sie offen, freundlich und mit einem Lächeln auf die neuen Kollegen zugehen. Stellen Sie sich mit Namen vor, bleiben Sie vorerst aber noch abwartend und zurückhaltend, bis Sie Ihre Kollegen in das Gesamtgefüge des Unternehmens einordnen können.

Vermeiden Sie überhebliches Verhalten und denken Sie nicht, dass Sie aufgrund Ihrer Ausbildung besser qualifiziert sind, als Ihre zukünftigen Mitarbeiter. Versuchen Sie stattdessen, auf allen Hierarchieebenen Sympathien für sich zu gewinnen. Erarbeiten Sie sich Loyalität auf allen Seiten – und stellen Sie diese selbst auch dem Unternehmen gegenüber unter Beweis.

Besonders in den ersten Tagen ist es wichtig, dass Sie mit voller Energie versuchen, das Unternehmen kennen zu lernen. Hierbei geht es nicht um Abfragewissen, vielmehr ermöglicht Ihnen der Kennenlernprozess auch erste Einblicke in die Unternehmens- und interne Kommunikationskultur. Sobald Sie Ihre Kollegen näher kennen, können Sie herausfiltern, wer Ihre wichtigen Ansprechpartner sind. Verwechseln Sie aber berufsbedingte Neugierde und Lernbereitschaft nicht mit Übereifrigkeit: Sie müssen und können nicht alles am ersten Tag beherrschen, sonst gilt man schnell als «Besserwisser» – ein Ruf, den man als Neuling nur schwer wieder los wird. Das bedeutet nicht, dass Sie während Ihrer ersten Tage keine eigenen Ideen einbringen sollen, fragen Sie aber zunächst mal, warum hier diese oder jene Abläufe so gemacht werden. Positiv formulierte Anregungen zu bestehenden Strukturen können die eigene Position im Unternehmen stärken.

Bei aller Freude über den neuen Job und die tollen Mitarbeiter: Duzen im Job ist solange ein Tabu, bis der Neuling die Betriebssitten und Umgangsformen kennen gelernt hat oder das «Du» angeboten wird. Zurückhaltend sollte man auch mit Gesprächen über private Angelegenheiten sein. Gerade zum Start kann man nicht wissen, auf welche Kollegen man sich in dieser Sache verlassen kann.

Stichwort Einstand: Wer neu in einen Betrieb eintritt, hat meist keine Ahnung, welche Gepflogenheiten herrschen. Am ersten Tag gleich was mitzubringen, kann deshalb in die Hosen gehen. Besser ist es, Mitte bis Ende Probezeit abzuwarten. Fragen Sie am besten direkt bei den neuen Kollegen nach, was im Betrieb Sitte ist. Wenn nämlich Weisswein und Salzstangen bislang das höchste der Gefühle waren, können Sie mit Ihrem geplanten Champagner- und Hummerbuffet ganz hübsch ins Fettnäpfchen trampeln. Dasselbe gilt übrigens für Geburtstagsfeiern. Erkundigen Sie sich, was üblich ist. Abgesehen davon: Ab und zu mal frische Gipfel für das engere Team mitbringen, macht Sie immer sympathisch.


Literatur

100 clevere Tipps: Probezeit

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Von Doris Brenner und Frank Brenner von Humboldt

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Tipp für feines Apérogebäck

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