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Erfahrungen aus dem Bewerbungsgespräch – Mit diesen Tipps machst du’s besser

Ob man überhaupt Chancen auf die zweite Bewerbungsrunde hat, entscheidet meist schon der erste Eindruck. Dabei ist es ein sehr schmaler Grat, ob man sich nun richtig oder falsch verhalten hat. Damit du  nicht ins Fettnäpfchen trittst, und deinen ersten Eindruck ruinierst, haben wir dir hier eine Zusammenstellung von Erfahrungen aus Bewerbungsgesprächen von Recruitern zusammengestellt.

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Wie man sich die Chancen auf die Zusage verbaut, zeigt eine Umfrage von 547 Führungskräften aus Grossbritannien, Schweden, Deutschland, Italien und Frankreich von Careerbuilder. Für 60% der HR-Fachleute war eine schlechte Haltung der Grund für einen schlechten Eindruck, 50% gaben einen schwachen Händedruck an, von dem sie mangelndes Durchsetzungsvermögen ableiteten. Für knapp einen Drittel waren die Abwehrhaltung mit verschränkten Armen vor der Brust, eine schlechte Haltung und die Unfähigkeit ein Lächeln zu zeigen genügend aussagekräftige Hinweise, um die Kandidaten negativ einzuschätzen.

  • Vor dem Gespräch ist während dem Gespräch

Auch wenn du noch nicht die Personalleute oder die Führungsperson kennengelernt hast, ist es wichtig, dass du schon bereit bist, während du zum Gebäude läufst. Es passiert immer wieder, dass man die Personen vom Vorstellungsgespräch bereits beim Eingang oder im Treppenhaus kennenlernt – und wenn man dann das Hemd noch nicht in die Hose gesteckt oder das Minzbonbon noch nicht eingeworfen hat, ist der erste Eindruck schon passiert. Dasselbe gilt natürlich auch für das Verhalten im Empfangsraum.

  • Unpünktlichkeit

„Fünf Minuten vor der Zeit ist in der Zeit“ sagt ein altes Sprichwort – das gilt auch beim Termin für das Bewerbungsgespräch. Übertreiben sollte man es jedoch nicht, wer beispielsweise eine halbe Stunde zu früh kommt, ist auch «unpünktlich» – einfach umgekehrt.

  • Unangenehmer Geruch

Unsere Nase ist ein feines Entscheidungsinstrument, wenn es darum geht ob wir ein bestimmtes Gericht mögen – und genauso verhält es sich bei Menschen. Wohlriechende Menschen wirken symphatischer als solche, die nach Rauch riechen oder Schweiss- oder Mundgeruch haben. Deshalb: Bitte duschen, Deo auftragen, optional Eau de Toilette, Zähne putzen und ein Minzbonbon für das erste Treffen vorbereiten.

  • Unvorbereitet sein

Vor dem Bewerbungsgespräch solltest du dich ausführlich über das Unternehmen informieren – schliesslich willst du dort anfangen zu arbeiten und auch du möchtest doch nicht die Katze im Sack kaufen oder? Eben. Mach ausfindig, welche Branche, welche Produkte und welches Image oder Reputation das Unternehmen kennzeichnet. Informiere dich über das Team, über das Leitbild, über die Organisationsstruktur. Das hört sich nach enorm viel Aufwand an, kann aber in den meisten Fällen mit zwei Klicks auf Google oder der Firmenwebsite erledigt werden. Auf Fragen zum Unternehmen mit «Ähmmm» zu antworten, ist für dich nicht wirklich vorteilhaft.

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“Zur Vorbereitung gehört auch, dass du ein Notizbüchlein und das Stelleninserat – im besten Fall bereits mit Notizen für Fragen versehen – ans Bewerbungsgespräch mitnimmst.”
  • Erscheinungsbild

Generell gilt lieber over- als underdressed. Dennoch solltest du dich deiner Branche oder so, wie du das Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrnimmst. Als Faustregel kannst du dir vielleicht zu Herzen nehmen, dass alle Berufe mit Kundenkontakt mehr Eleganz und klassische Garderobe erfordern, als solche ohne – muss aber nicht immer der Fall sein. Und, liebe Männer, bitte rasiert euch anständig oder pflegt euren Bart bevor ihr am Bewerbungsgespräch auftaucht – und, liebe Frauen, bitte nicht zu viel Schminke auftragen – das wirkt bei Männern unprofessionell und bei Frauen künstlich.

  • Desinteresse

Wer eine passive Rolle in einem Gespräch einnimmt, wirkt desinteressiert. Darum: Spiess umdrehen, Fragen stellen, die dir das Stelleninserat nicht beantworten kann und so dein Interesse an der Stelle unterstreichen. Falls du aber einfach Fragen hast, die bereits das Stelleninserat klären, interpretiert man das entweder als falsches Interesse oder als unprofessionell.

  • Üble Nachrede

Mit deinem letzten Arbeitgeber ist das Arbeitsverhältnis nicht wirklich im Guten auseinandergegangen? Das ist noch lange kein Grund, ihn während des Bewerbungsgesprächs runterzumachen oder deren Leistungen, Verhalten oder Führung zu kritisieren. Wenn es wirklich negative Punkte gibt, erwähnst du sie auf Anfrage und auch dann eher zurückhaltend und möglichst sachlich. Sonst kann es schnell passieren, dass man dich für illoyal und unprofessionell hält.


Bei einem Telefonat mit der Kontaktpersonen der offenen Stelle

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  • Schlechte Verbindung

Wenn du merkst, dass du nur abgehakt verstanden wirst oder deinen Gesprächspartner nicht verstehst, unterbrich das Gespräch und ruf zurück, wenn du besseren Empfang hast.

  • Zu leise sprechen / nuscheln

Sprich in einer verständlichen Lautstärke und formuliere deine Worte klar. Am Telefon kann niemand sehen, welche Gesten du machst und diese als Interpretationshilfe brauchen, deshalb müssen deine Wörter akustisch gut verständlich sein.

  • Zu laute Umgebung

Such dir ein leises Plätzchen zum Telefonieren, ohne laute Hintergrundgeräusche die dich ablenken oder die Verständlichkeit beeinträchtigen. Ein leeres Sitzungszimmer oder der Warteraum an einem Bahnhof könnten solche Plätze sein.

Nun hast du die Werkzeuge, um dein nächstes Vorstellungsgespräch von der ersten Sekunde an richtig anzupacken – und hast du erstmal einen guten ersten Eindruck hinterlassen, steigen auch deine Chancen auf ein zweites Treffen. Viel Erfolg!

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