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Keine Zweite Chance für den ersten Eindruck

Du bist auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch. Vielleicht wirfst du noch kurz ein Minzbonbon ein oder kontrollierst deine Frisur. Doch sobald du angekommen bist und die Tür aufgeht, ist er passiert: der erste Eindruck. So schnell der erste Eindruck auch entsteht, umso entscheidender ist er für Gelingen oder Misserfolg. Hier findest du 5 Tipps, damit der erste Eindruck ein Erfolg wird.

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Wie funktioniert der erste Eindruck?

In wenigen Sekunden entscheidet unser Gehirn intuitiv, ob das Gegenüber vertrauenswürdig und sympathisch oder aggressiv und hinterhältig ist – rational begründen lässt sich das nicht. Interessanterweise ist der erste Eindruck bei vielen Beobachtern derselbe, wie die beiden US-Forscher der Princeton University, Janine Willis und Alexander Todorov in einer Untersuchung herausgefunden haben. Was man sagt, bleibt dabei mehrheitlich nebensächlich; die Basis – und damit das Entscheidende – für den ersten Eindruck bilden die Körpersprache, Kleidung, die Sprache und der Geruch. Das Ganze dauert ungefähr 33 Millisekunden – geht also dreimal schneller, als Blitze auf die Erde schiessen. Parallel dazu fliesst noch die Begrüssung ein.

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Nicht der Inhalt (7%) ist entscheidend, sondern wie man wirkt und ihn transportiert (93%).

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“Was ist also wichtig, damit du einen guten Eindruck hinterlässt?”

Fünf Minuten vor der Zeit ist in der Zeit – Pünktlichkeit

Wenn du einen wichtigen Termin hast und einen guten Eindruck hinterlassen möchtest, planst du lieber genügend Zeit ein, damit du ganz sicher pünktlich erscheinst. Es kann immer sein, dass du im Stau stecken bleibst oder der öffentliche Verkehr sich verspätet – aber diese Erklärungen nützen in der Regel wenig. Wer unpünktlich kommt, hat schon mal einen angekratzten Auftritt, der nur sehr schwer wieder ins rechte Licht gerückt werden kann.

 

An den Federn erkennt man den Vogel – Kleidung

Die Kleiderwahl trägt massgeblich zum ersten Eindruck bei. Durch sie unterscheiden wir Menschen und ordnen sie in Kategorien in unserem Gehirn ein. Für die richtigen Kleider solltest du dir die Frage stellen, was am besten zur Branche, Situation und Rolle passt. Wichtig ist, dass du den Spagat zwischen branchenüblichem Dresscode und Authentizität schaffst – denn auch wenn es gewisse Kleiderordnungen gibt, musst du dich wohl fühlen. Falls du dich in deinem Nadelstreifenanzug unwohl fühlst, solltest du etwas anderes, Passendes anziehen. Ansonsten wirst du dieses Unwohlsein auch am Gespräch ausstrahlen.

 

Augen sind die Tore zur Seele – Blickkontakt

Augenkontakt sagt viel über einen Menschen aus. Menschen, die oft blinzeln oder augenklimpern, wirken unterwürfig und unsicher. Dagegen wirkt ein starrer, intensiver Blick charismatisch und suggeriert Stärke. Wer spricht, blinzelt häufiger, als jemand, der schweigt. Blinzelt der Zuhörer häufiger, kann es bedeuten, dass sich der Zuhörer langweilt. Wenn du den Augenkontakt vermeidest, kann das den Anschein erwecken, dass du etwas zu verstecken hast. Deshalb: Blicke deinen Gesprächspartnern in die Augen, wenn du mit ihnen sprichst. Doch solltest du nicht starren – optimal dauert der Blickkontakt ungefähr drei Sekunden – ohne dass es unangenehm wird.

 

Hände sind zum geben da – der Händedruck

Wie man sich die Hände gibt, ist je nach Typ sehr unterschiedlich, seine Wirkung wird jedoch  von vielen ähnlich wahrgenommen. Beachte immer, dass der Händedruck als erster Körperkontakt sehr wichtig und ein Teil der Körpersprache ist. Er zeigt, welches Verhältnis du zur Person hast und wie du dich fühlst. Ein schlaffer Händedruck – auch wenn du unsicher oder schüchtern bist – kann als Desinteresse verstanden werden. Du ahnst es schon: Dein Händedruck sollte möglichst fest sein, damit du Vertrauen und Sympathie erweckst.

 

Lächeln verbindet – deine Wirkung

Und last but not least solltest du dir deiner Wirkung bewusst sein. Finde heraus, welche Ausstrahlung du auf andere hast und wie dein Auftritt wirkt. So kannst du dein Auftreten entsprechend gestalten. Wie sprichst du? Lächelst du häufig? Bist du höflich? Überleg dir, auf was du bei dir achten musst, damit du so einen bestmöglichen ersten Eindruck hinterlässt.

“Der erste Eindruck zählt, der letzte Eindruck bleibt”

Das Bewerbungsgespräch hängt aber nicht nur vom ersten Eindruck ab. Der letzte Eindruck ist genauso entscheidend. Also verabschiede dich auch entsprechend so, wie du in Erinnerung gehalten werden willst.

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