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Krankheit im Lebenslauf – wie schliesse ich diese Lücke?

Lücken im Lebenslauf sollte man möglichst vermeiden oder gut begründen können. Doch manchmal macht einem eine Krankheit oder ein Unfall einen Strich durch die Rechnung und im Lebenslauf entsteht eine dicke Lücke. Einfach die Krankheit hinzuschreiben ist nicht unbedingt empfehlenswert. Hier erfährst du, wie du eine krankheits- oder unfallbedingte Lücke im Lebenslauf schliesst.

Krankheitsbedingte Lücke im Lebenslauf

Unfälle / Krankheit im Lebenslauf angeben

Wenn die Krankheit/der Unfall deine beruflichen Tätigkeiten nicht einschränkt, ist das in der Regel halb so schlimm für den Lebenslauf. Als Beispiel: Du suchst einen Job im Rechnungswesen, doch durch einen Unfall ziehst du dir einen komplizierten Bruch zu, der erst nach mehreren Monaten verheilt. Da solch ein Unfall kein Risiko für Ausfallzeiten für den Arbeitgeber darstellt, kannst du ihn auch problemlos im Lebenslauf angeben.

Berufsrelevante Krankheit im Lebenslauf?

Leider passiert es oft, dass bei harten händischen Tätigkeiten wie etwa bei Jobs auf dem Bau der Körper stark beansprucht und entsprechend schneller abgenutzt wird. Arbeitest du beispielsweise als Maurer auf einer Baustelle und erleidest einen Bandscheibenvorfall, wird es schwierig, nach der Genesung wieder auf dem Beruf angestellt zu werden, da für die Arbeitgeber das Rückfall-Risiko zu gross ist. Ausserdem ist das für deine Gesundheit nicht ratsam. Hier empfiehlt sich eine Umschulung auf einen Beruf, für den die Krankheit nicht relevant ist. Die Krankheitszeit sowie die Dauer der Umschulung kannst in deinem Lebenslauf angeben.

Psychische Erkrankungen und Burn-outs

Anders sieht es bei psychischen Erkrankungen oder Burn-outs aus. Eine Lücke von ein bis drei Monaten erweckt normalerweise kein Misstrauen bei Personalern, auch ohne Begründung. Bei längeren Zeiträumen ohne Beschäftigung im Lebenslauf werden Personalleute schon eher aufmerksam. Um keine Falschangaben zu machen oder zu lügen, aber dennoch nicht schon bei der ersten Runde aussortiert zu werden, empfiehlt sich, für die krankheitsbedingte Zeit „Berufliche Pause aus privaten Gründen“ zu verwenden. Vielfach wird für eine solche Auszeit „Sabbatical“ verwendet – auch wenn es nicht ganz sinngemäss ist.

Du wirst jedoch nicht darum herumkommen, diese berufliche Pause im Vorstellungsgespräch erklären oder begründen zu müssen. Dann ist es wichtig, sich nicht selbst als Opfer von unfairen Umständen oder Mitmenschen zu sehen, sondern bei den Ursachen – beispielsweise Stress, Umweltfaktoren oder dir selbst – zu suchen. Ziehst du positive Schlüsse daraus, kannst du deine Krankheitszeit glaubwürdig, offen und selbstbewusst begründen. Das wirkt auf Personaler nicht nur reflektiert, sondern nimmt möglichen kritischen Fragen den Wind aus den Segeln.

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tezer
sagte am Dezember 29, 2017 at 7:53 pm :

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe Frage? Ich arbeite seit 2.6.2016 bei ABB durch Temporärfirma Manpower. Ich habe jetzt ein Darmkrebs bekommen. Wie lange zahlen Sie mir meine Krankeitstage?

Gerne höre ich von ihnen

Freundliche Grüsse
Tezer

Antworten
Senol
sagte am Januar 12, 2018 at 5:35 pm :

Hallo Tezer,
Normaleweise bezahlt krankentaggeld 2 jahre max. Wen deine Arzt wegen gleiche beschwerde bis am ende zeugnis schreibt. Du kannst dich beim Arbeibslossrnkasse informieten lassen, die werden dir definitif sagen können.

Cvetkovic Vladica
sagte am Januar 11, 2018 at 10:41 am :

Ich bin krank wie ich suche eine arbeit.Lg.Cvetkovic

Antworten
Gastautor
jobup.ch
sagte am Januar 12, 2018 at 4:25 pm :

Hallo. Du kannst du natürlich – auch wenn du krank bist – nach Jobs umsehen. Auf jobs.ch findest du Jobangebote für sämtliche Regionen und Berufe der Schweiz. Wenn du dann zu einem Interview eingeladen wirst, solltest du aber im Unternehmen erscheinen. Ich wünsche dir viel Erfolg, Mathias von jobs.ch

Mar
sagte am Januar 18, 2018 at 3:04 pm :

Hallo,

Kann mann eine lange (3 Jahre) Mutterurlaub mit eine Krankenheit vergleichen? Wie kann mann das Lücke erklären?
Freundliche Grüsse

Antworten
Ben Seiler
Ben Seiler
sagte am Januar 19, 2018 at 7:25 am :

Hallo Mar
Ein Mutterschaftsurlaub von drei Jahren ist eine Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und hinterlässt eine Lücke im lebenslauf, doch mit einer Krankheit lässt sich das nicht vergleichen. Oftmals ist es so, dass Abwesenheiten durch Krankheiten keine Entscheidung ist, die man selber beeinflussen kann, wohingegen man bei einem Mutterschaftsurlaub schon mehr eigenen Handlungsspielraum hat. Nichtsdestotrotz ist das auch immer von der Situation abhängig und lässt sich nicht verallgemeinern.
Wichtig finde ich, dass du deine Zeit im Mutterurlaub transparent kommunizierst – also dass du schreibst und vielleicht auch erklärst, wie es zu drei Jahren Mutterurlaub kam. Noch wichtiger ist jedoch, dass deine Motivation für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt klar wird – und dass du diese Motivation besonders hervorhebst. Versuch dich in die Lage eines Personalers zu versetzen: Welche Fragen stellen sich, wenn du deinen Lebenslauf anschaust? Genau diese Fragen solltest du versuchen, so klar wie möglich zu beantworten – um so Lücken zu beantworten, und transparent und bewusst zu wirken.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!
Liebe Grüsse
Ben

Silvano
sagte am Januar 31, 2018 at 12:29 am :

Hallo bin momentan unter Unfall.
was soll ich schreiben uf Lebenslauf?
Gruss Silvano

Antworten
Mathias Steger
Mathias Steger
sagte am Januar 31, 2018 at 10:41 am :

Ciao Silvano, tut mir leid, das zu hören. Unfälle kannst du problemlos im Lebenslauf angeben. Wenn du momentan noch arbeitsunfähig bist, kannst du etwa „arbeitsunfähig bis XY“ schreiben.
Liebe Grüsse, Mathias von jobs.ch

René Lange
sagte am Dezember 5, 2018 at 10:23 am :

Guten Tag,

Ich bin seit Juni 2017 gekündigt.
Ich bin seitdem aufgrund psychischer Erkrankung und Burn Out in diversen Kliniken in Behandlung.
Nun bin ich wieder Teilzeit Arbeitsfähig und Stellensuchend.
Wie begründe ich diese sehr lange Lücke am besten im Lebenslauf?

Besten Dank.
Freundliche Grüsse

Antworten
Simal
Simal
sagte am Dezember 5, 2018 at 1:59 pm :

Hallo René

Eine Krankheit, wie in deinem Fall ein Burnout, ist zunächst einmal eine Privatangelegenheit, die du nicht mit einem zukünftigen Arbeitgeber besprechen musst. Wie im Artikel beschrieben, empfehlen wir folgenden Grund im Lebenslauf anzugeben: „Berufliche Pause aus privaten Gründen“. Im einem persönlichen Interview kannst du dann die Sachlage genauer erklären.

Hier findest du weitere Tipps zu diesem Thema: https://karrierebibel.de/bewerbung-nach-burnout/

Ich hoffe das hiflt dir weiter und wünsche dir viel Erfolg bei deiner Stellensuche.

Liebe Grüsse
Simal von jobs.ch

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