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Stolpersteine in der Weiterbildung – darauf solltest du gefasst sein

Nun weisst du, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt, welche du gerne machen möchtest und wie du sie finanzieren kannst – eigentlich wärst du nun startklar oder? Nicht ganz. Bevor du eine Weiterbildung anfängst, solltest du versuchen, mögliche Stolpersteine frühzeitig zu erkennen. Weiterbildungen können sehr kräftezehrend sein und Probleme während Prüfungphasen sind eine zusätzliche Belastung. Gib den folgenden Bereichen deshalb besondere Aufmerksamkeit, denn sie könnten dich um den Erfolg bringen.

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  1. Private Situation

Deine Partnerin/dein Partner und du sind an der Familienplanung und wollen demnächst Kinder bekommen. Gerade am Anfang brauchen Kinder viel Aufmerksamkeit und Hingabe. Überleg dir deshalb, wie du dich mit deiner Partnerin/deinem Partner organisieren kannst, damit du trotzdem Möglichkeiten zum Lernen hast. Eine Option wäre, je nach Bedarf, abends eine Stunde länger im Büro zu bleiben, dort zu pauken und danach Zeit mit der Familie zu verbringen. Abgesehen von der Familienplanung können auch Konflikte oder Auseinandersetzungen im privaten Umfeld sehr belastend wirken – wenn auch oftmals unbewusst. Damit du deinen Kopf voll bei der Sache hast, ist es deshalb wichtig, generell im privaten Umfeld Probleme oder Auseinandersetzungen zu lösen.

 

  1. Berufliche Situation

Strebst du einen Jobwechsel an, solltest du vor der Weiterbildung mindestens ein halbes Jahr in der neuen Position gearbeitet haben. Wenn du routiniert und in deinem Job sicher bist, bist du auch bereit für eine Weiterbildung und kannst dich entsprechend auf sie konzentrieren, ohne gleichzeitig an zwei Baustellen zu arbeiten und beides nur halbpatzig anzupacken. Ebenso ist deshalb von einem Jobwechsel während der Weiterbildung abzuraten. Obwohl du wahrscheinlich gerade während dieser Zeit viele wertvolle Geschäftsleute kennenlernst, die dir eine neue Stelle anbieten, solltest du damit bis nach Ende der Weiterbildung warten. Nicht umsonst wird ein neuer Job auch mit „einer neuen Herausforderung“ beschrieben.

 

  1. Organisation

Jede Weiterbildung wird einen gewissen Teil deiner Freizeit in Anspruch nehmen, den du dann nicht mehr zur freien Verfügung hast. Natürlich könntest du einfach auf die Nachbearbeitung und Vorbereitung für die nächste Weiterbildungslektion verzichten, doch spätestens vor den Prüfungen wird dich diese Entscheidung wieder einholen. Weiterbildung hat viel mit Selbstdisziplin zu tun, mit festgelegten Routinen und Eigenverantwortung – ähnlich wie im Homeoffice. Plane dir fixe Zeiten ein, etwa Lerntage, an denen du den Lernstoff ver- und aufarbeitest. Das muss weder den ganzen Tag dauern, noch jeden Tag sein. Im Gegenteil, ein bis zwei Stunden für ein Thema oder Fach pro Lerntag ist viel effizienter investierte Zeit. Trotz allem solltest du Zeit für Freizeitaktivitäten oder Sport einplanen, damit dein Körper und Geist frische Energie tanken können – natürlich immer individuell an deine Bedürfnisse angepasst.

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