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Die Lehre als Berufseinstieg – ein Erfahrungsbericht mit praktischen Tipps

Eine Lehrstelle zu finden und aus den unzähligen Möglichkeiten den passenden Lehrberuf auszuwählen ist nicht einfach. Shannon Bodmer hat gerade ihre Lehre als Mediamatikerin bei jobs.ch erfolgreich abgeschlossenen, wozu wir ihr herzlich gratulieren. Sie erzählt uns hier von ihren Erfahrungen und gibt persönliche Tipps für zukünftige Lernende.

Die Lehrstellensuche

Schon als ich noch jünger war, hatte ich grosses Interesse an Computern. Durch eine Berufsmesse bin ich auf die Lehrstelle Mediamatiker aufmerksam geworden. Im Sommer 2014 habe ich dann meine Lehre angefangen. Nach einem einjährigen Basislehrjahr durfte ich meine Ausbildung bei der JobCloud/jobs.ch fortsetzen. Vier Jahre dauert die Mediamatiker-Ausbildung. Da dieser Beruf sehr breit gefächert ist und zur damaligen Zeit im Kanton Zürich noch relativ unbekannt, war es schwer, eine Lehrstelle zu finden. Man muss zuerst eine Firma finden, die einem Auszubildenden die ganzen Kompetenzen beibringen kann!

Persönlicher Tipp: Auf einer Berufsmesse lernst du viele verschiedene Berufe kennen und kannst dich mit andere Auszubildenden über ihre Erfahrungen austauschen. Schreibe dir die Fragen, die du stellen möchtest, am besten vorher auf. Bekannte Berufsmessen sind zum Beispiel die Berufmesse Oerlikon oder die Swissskills in Bern.

Theorie und Praxis während der Ausbildung

Weil ich zu meiner Grundlehre noch die Berufsmaturität absolvierte, ging ich während der ganzen vier Jahre jeweils zwei ganze Wochentage zur Berufsschule. Unterrichtsfächer bei der Mediamatiker-Ausbildung sind zum Beispiel Multimediatechnik, Informatik, Gestaltung und Design, Rechnungswesen, Wirtschaft und natürlich Deutsch, Englisch und Französisch. Manche Fächer hat man nur ein Jahr lang. Wird die BM absolviert, erwarten dich noch zusätzliche Fächer, die für dein Berufsmaturzeugnis relevant sind. Das sind zum Beispiel Mathematik, Geschichte/Staatslehre, Biologie und vertiefter Stoff in Rechnungswesen und Wirtschaft/Recht.

Persönlicher Tipp: Mit der Berufsmatura ist die Schule eher anstrengend. Besonders bei so vielen verschiedenen Fächern. Es empfiehlt sich, am Wochenende genügend Zeit zum Lernen einzuplanen. Vor allem vor der Abschlussprüfung sollte man früh genug anfangen, den Stoff zu repetieren. Trotzdem ist es wichtig, dass du dir auch genug Zeit für dich selbst, deine Freunde und deine Hobbys nimmst. Denn ein Ausgleich zur Schule und zum Lernen ist wichtig.

Meine Aufgaben während der Lehre

Bei jobs.ch habe ich im Innendienst gestartet, dies beinhaltete vor allem das Erstellen von Inseraten, E-Mail- und Telefonbetreuung und Rechnungen für die Kunden vorbereiten. Als Einstieg in die Lehre war das super, denn so konnte ich mich Schritt für Schritt ins Unternehmen einfinden.

Persönlicher Tipp: Erkundige dich im Voraus, welche Abteilungen du besuchen wirst. Überlege dir, welche dich besonders reizt, eventuell kannst du dort auch ein wenig mehr deiner Lehrzeit verbringen.

Der Weg durch verschiedene Abteilungen bei der Mediamatiker-Ausbildung

Nach drei Monaten ging es mit dem Inhouse-Support weiter. Wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin Probleme mit der Technik hatten, half ich. So lernt man zudem die Kollegen und Kolleginnen besser kennen! Die nächste Abteilung war der Produkte Support. Dort nimmt man Anrufe und Mails von Kunden entgegen, die technische Hilfe brauchen. Ich gestaltete zum Beispiel Layouts für Inserate auf Kundenwunsch. Dies wurde mit HTML und CSS gemacht, was wir in der Schule gelernt haben.

Im Anschluss folgte die Marketingabteilung. Es ist schwer, dort wiederkehrende Aufgaben aufzuzählen, weil es jeden Tag immer wieder was anderes zu tun gab. Ich war unter anderem für das Schreiben und Einplanen von Facebook-Posts, für das Erstellen von Instagram Posts oder das Anpassen von Content auf unserer Website zuständig. Dazwischen gab es immer wieder kleinere oder grössere Projekte.

Die nächste Abteilung war PM (Product Management) und UX (User Experience). Im PM testete ich unsere Smartphone-App auf Fehler und Benutzerfreundlichkeit. Allfällige Probleme und Anpassungen wurden dann an eine externe Firma kommuniziert. Im UX konnte ich den Grundentwurf für den heutigen Lohncheck auf jobs.ch kreieren und diesen mit Hilfe meiner Verantwortlichen Schritt für Schritt verfeinern und finalisieren. Dazu gehörten auch sogenannte «Usability Tests», wo man prüft, ob Aussenstehende meine Ideen verstehen und die Funktionen richtig benutzen. Die letzte Abteilung war die Entwicklung, wo ich hauptsächlich mit der Programmiersprache PHP gearbeitet habe und unsere Seiten verbessert, sowie neue Anwendungen mit der Hilfe meines Verantwortlichen programmieren durfte.

Resümee nach dem Lehrabschluss

Mit der Lehre bei jobs.ch hatte ich viel Glück. Ich wurde vom ersten Tag an gut aufgenommen und hatte stets mehrere Ansprechpersonen zur Verfügung. Was für mich unerlässlich und etwas vom Wichtigsten in einer Unternehmung ist, ist das Arbeitsklima. Bei uns hört man immer wieder jemanden im Gang lachen, es werden zwischendurch Faxen gemacht, trotzdem wird die Arbeit seriös und professionell ausgeführt. Die motivierte Art und die spannenden Diskussionen mit meinen Arbeitskollegen, sei es nun geschäftlich oder zwischendurch auch mal privat, machen den Tag gleich noch viel besser. Ich bin stolz, darf ich jobs.ch meinen Arbeitgeber nennen und kann die Lehre als Mediamatiker nur empfehlen. Ich würde mich sehr freuen, in Zukunft irgendwann wieder für dieses Unternehmen zu arbeiten.

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