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Diese Fehler solltest du beim Jahresendgespräch vermeiden

Das Jahresende naht und damit auch das Jahresendgespräch mit den Vorgesetzten. Die Traktandenliste beinhaltet meistens die Zielerreichung und Zielvereinbarung, persönliche Entwicklung und den Lohn. Um dieses Gespräch erfolgreich durchzustehen, gibt es Tipps zum Jahresendgespräch zu beachten – und die folgenden Fehler zu vermeiden.

Unvorbereitet beim Gespräch auftauchen

Vielfach bekommt man den Gesprächstermin für das Jahresendgespräch Wochen oder Tage im Voraus. Diese Zeit solltest du nutzen, um dich genügend vorzubereiten und Bilanz zu ziehen, was gut und was weniger gut lief, welche Ziele du erreicht hast, welche Erfolge du erzielt hast, welche Kritikpunkte du anbringen möchtest und wie du dir deine Entwicklung fürs nächste Jahr vorstellst. Der grosse Vorteil deiner Vorbereitung ist einerseits, dass du einerseits Argumente entwickeln kannst und andererseits, dass du deine Messages so rüberbringst, wie du es wirklich willst. Denn wer kennt es nicht, dass einem das perfekte Argument erst Stunden oder Tage später einfällt – und das ist dann richtig ärgerlich. Und wenn du deine Argumente mal vor dem Spiegel laut aussprichst, merkst du schnell, welche davon zu harsch, weich, logisch oder unlogisch klingen. Überleg dir im Vorfeld auch, wie das Gespräch ablaufen könnte, wer was und wann sagen könnte und wie du wann reagieren oder etwas anbringen möchtest.

Um den heissen Brei reden

Teilweise ist die Meinung verbreitet, dass eine gute Gesprächsstrategie darin besteht, sich so unkonkret wie möglich auszudrücken, um keine Verbindlichkeiten einzugehen. Das Problem dabei: Du kommst so nicht weiter. Denn je konkreter du deine Anliegen und die Zielvereinbarung formulierst, desto eher schaffst du eine Diskussionsbasis, um dein Anliegen weiterzuentwickeln. Ausserdem helfen konkrete Vorschläge, Missverständnisse und unterschiedliche Vorstellungen zu vermeiden. Dabei ist es nützlich, wenn du dir einen roten Faden zurechtlegst und deine Themen absteckst, beispielsweise was du zum Thema Lohn und deinen Zielen sagen möchtest.

Lohn

Monolog halten

Ein Gespräch ist per Definition ein verbaler Austausch zwischen zwei Menschen – und nicht ein Vortrag, bei dem nur eine Person das Rederecht behält. Gerade das Jahresendgespräch ist eine grosse Chance für dich, dich mit den Vorgesetzten auszutauschen. Das beinhaltet einen Austausch von Befindlichkeiten, Lob, Kritik, Zukunftsperspektiven, Abmachungen etc. Dabei können auch Themen zum Gespräch kommen, für die während des Jahres zu wenig Zeit ist. Wenn du aber während einer halben Stunde einen Monolog über deine Ansichten hältst, hilft das weder dir noch den Vorgesetzten. Dasselbe gilt natürlich auch für deinen Chef/deine Chefin – ihr solltet ein ausgeglichenes Gespräch führen. Denn durch den fehlenden Austausch weisst du nicht, was die Meinung von deinen Vorgesetzten ist – und verwehrst so die Chance für dich, deinen Blickwinkel zu erweitern.

Überhebliches / zu bescheidenes Verhalten

Das Jahresendgespräch bietet eine gute Möglichkeit, den Vorgesetzten endlich mal zu zeigen, welche Projekte man erfolgreich umgesetzt oder welche Arbeiten man besonders gut ausgeführt hat. Seine Erfolge und eigenen Leistungen mitzuteilen ist völlig legitim – doch dabei sollte man realistisch und auf dem Boden bleiben – und sich vor allem nicht auf Kosten anderer profilieren. Gleichzeitig solltest du mit deinen Erfolgen nicht zu bescheiden sein und deinen Erfolg unter den Scheffel stellen, weil du sonst nicht die verdiente Anerkennung für deine Leistungen bekommst. Am gesündesten ist der Mittelweg, bei dem du deine Erfolge realistisch darlegst, erklärst, wie du Hindernisse gemeistert, welche Unterstützung am hilfreichsten war und was du aus dem Projekt gelernt hast. So bleibst du authentisch, ohne beim Chef überheblich oder unsicher zu wirken.

In den Verteidigungsmodus wechseln

Im Jahresendgespräch werden deine Leistungen beurteilt und deine individuellen Ziele vom letzten Jahr analysiert – und je nachdem, wie gut deine Performance im vergangenen Jahr war, gibt es mehr positives oder mehr negatives Feedback. Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass es neben guten Punkten auch Kritikpunkte gibt. Siehe diese Kritik als Chance, dich zu verbessern und lehne sie nicht von vorneweg ab. Höre zu und versuche zu verstehen, wie diese Kritik zustande gekommen ist. Vor allem, wenn du mit den Punkten nicht einverstanden bist, solltest du nachfragen, bis klar ist, wie die Kritik genau gemeint ist. Verkneif dir aber, dich um Kopf und Kragen zu rechtfertigen oder die Kritik als Anlass zum «Gegenangriff» zu nehmen – das bringt weder dir noch deinem/deiner Vorgesetzten etwas.

Hier erfährst du, wie du Kritikpunkte positiv verwerten kannst

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Vereinbarungen nicht nur mündlich treffen

Gewöhnlich geht es beim Jahresendgespräch nicht nur um die Leistungs- und Mitarbeiterbeurteilung, sondern auch um neue Karrierechancen und – was für viele noch viel wichtiger ist – den Lohn. Natürlich darf diskutiert und verhandelt werden, gutes Verhandlungsgeschick zahlt sich dabei häufig aus. Wichtig ist, dass du dir die mündlich getroffenen Abmachungen entweder direkt im Gespräch notierst oder dann aber im Gespräch erwähnst, dass du die besprochenen Vereinbarungen noch schriftlich absegnen lassen möchtest, falls der/die Vorgesetzte nicht sowieso dem/der Mitarbeitenden im Nachgang eine schriftliche Zusammenfassung der gemeinsamen Abmachungen schickt.

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