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Vorbereitung

Antworten, die überzeugen, gepflegte Kleidung und Frisur und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein: Wer sich seriös vorbereitet, gewinnt zusätzliche Punkte im Vorstellungsgespräch.

Mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch gehören Sie zu den Kandidaten, auf die das Unternehmen ein besonderes Auge geworfen hat. Für Sie bedeutet das, dass Sie eine weitere Hürde übersprungen haben. Bereiten Sie sich nun gut vor, damit Sie den potenziellen Arbeitgeber so richtig überzeugen können. Keine Angst, der Personalchef kocht auch nur mit Wasser.

Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein, indem Sie alle Dinge, die Sie in Ihrem Leben, beruflich oder privat erreicht haben, aufschreiben. Machen Sie sich klar, warum Sie gut sind und dementsprechend die erste Wahl für den Wunschjob. Vergleichen Sie das Stellenprofil mit ihrem Qualifikationsprofil. Lesen Sie diese Notizen öfters durch, damit Sie sie für das Vorstellungsgespräch verinnerlichen.

So gehen Sie bei der Vorbereitung vor:

  • Infos beschaffen
  • Fragen/Antworten vorbereiten
  • Lohn festlegen
  • Kleidung beachten
  • Anfahrt berechnen

Infos aufbereiten/beschaffen

Zur Vorbereitung erstellen Sie eine Liste mit Ihren beruflichen, fachlichen, evtl. sogar persönlichen, Erfahrungen und notieren Sie zu jedem Punkt die damit verbundenen Aufgaben und erreichten Ziele. Schälen Sie heraus, welche für den neuen Arbeitgeber interessant sind und womit Sie zum Unternehmenserfolg beitragen könnten. Bei Schwachstellen überlegen Sie sich, wie Sie diese ausgleichen könnten. Halten Sie auch Antworten auf erklärungsbedürftige Punkte im Lebenslauf bereit.

Über das Unternehmen sollten Sie natürlich auch Bescheid wissen. Eindruck machen Sie, wenn Sie sich einige Fragen notieren, die weder auf der Firmen-Homepage noch sonst über einen Kanal beantwortet werden konnten. Was während des Gesprächs nicht geklärt wurde, können Sie am Schluss nachfragen und hinterlassen so einen interessierten, wachen Eindruck.

Als Gesprächsunterlagen sollten Sie die Stellenanzeige, eine Kopie Ihrer Bewerbung, die Einladung und eventuell den Personalfragebogen bereithalten. Beschaffen Sie sich einen Geschäftsbericht, falls das Unternehmen darüber verfügt, studieren Sie ihn und nehmen Sie ihn ebenfalls mit. Denken Sie auch an Block und Kugelschreiber für Ihre eigenen Notizen.

Fragen/Antworten vorbereiten

Es sind meist die immer wiederkehrenden Fragen, mit denen Sie konfrontiert werden und die Sie stellen sollten (siehe Checklisten). Gehen Sie die Listen durch und notieren Sie sich mögliche Antworten. Kleiner Kurs in Sachen Fragetechnik: Stellen Sie keine geschlossenen Fragen, also solche, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können. So schläft jedes Gespräch in Kürze ein. Mit offenen Fragen, die meist mit «Was», «Warum» oder «Wie» anfangen, erfahren Sie wesentlich mehr.

Je nachdem müssen Sie damit rechnen, dass man Ihnen Fragen stellt, die unzulässig sind. Stressinterviews zeugen aber meist von einer miserablen Unternehmenskultur. Wollen Sie wirklich hier arbeiten? Ausnahme ist die Frage nach einer Schwangerschaft, die nur bei bestimmten Berufen beantwortet werden muss, z. B. als Tänzerin oder wenn Sie als Laborantin mit gefährlichen Stoffen umzugehen haben. Werden Sie als Frau auf Kinderwunsch angesprochen, sagen Sie einfach: «Für mich steht jetzt die Arbeit im Mittelpunkt, darauf werde ich mich konzentrieren.» Parieren Sie sonst unzulässigen Fragen mit: «Was hat das mit dem Job zu tun?». Sie dürfen sogar schwindeln. Nicht beantworten müssen Sie folgende Fragen:

  • Parteizugehörigkeit
  • Heirat
  • Kinderwunsch
  • Austritts- oder Kündigungsgrund im früheren Unternehmen
  • Religionszugehörigkeit
  • Vorstrafen
  • Schwangerschaft
  • Gewerkschaftszugehörigkeit
  • Vermögensverhältnisse
  • Geschlechtliche Orientierung
  • Drogenkonsum

Quelle: http://www.focus.de/jobs/bewerbung/vorstellungsgespraech/worueber-man-nicht-spricht_aid_7085.html

Lohn festlegen

Für viele ein heisses Eisen. Gerade wenn eine neue Position in Aussicht steht, wächst die Unsicherheit, welches Salär denn nun gerechtfertigt wäre. Im ersten Gespräch sollten Sie selbst aber keine Fragen zum Lohn stellen, es sei denn, der Personalchef schneidet das Thema von sich aus an. Informationsquellen zu Löhnen sind Berufsverbände und Industrie- und Handelskammern. Sie können auch Kollegen fragen, die in ähnlichen Positionen arbeiten. Lohnrechner finden Sie auch im Internet bei Jobbörsen.

Denken Sie daran, sollte Ihnen zuerst ein Lohnangebot gemacht werden, ist es meist die untere Grenze. Lassen Sie sich nicht einschüchtern, sondern rollen Sie nochmals den Aufgabenbereich, die Kompetenzen, Verantwortlichkeit und Ziele auf. Weisen Sie auf Ihren Mehrwert hin, mit dem Sie zusätzliche Aufgaben übernehmen können, und geben Sie dann eine Spanne von… bis… an, die Sie für angemessen halten. Die erste Zahl steht für das Anfangssalär, die zweite für den Lohn bei linearer Entwicklung. Sollten Sie gefragt werden, welche Lohnvorstellungen Sie haben, können Sie zurückfragen, welches Budget vorgesehen sei oder gleich zur Sache kommen: «Mein Wunschgehalt liegt zu Beginn zwischen… und… jährlich. Wichtig: Immer im Jahressalär sprechen!

Styling - der erste Eindruck zählt

Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch setzt ein eineinwandfreies und überzeugendes Bewerbungsfoto voraus.
„Hochgesteckte oder offene Haare? Rock oder Hosenanzug? Mit Krawatte oder ohne?“ Bei der Frage nach dem richtigen Outfit für das Vorstellungsgespräch sind sich viele Bewerber unsicher. Achten Sie auf Ihre Frisur
Wenn Sie einem Personalleiter gegenüber sitzen, wird dieser die meiste Zeit Ihre obere Körperhälfte - und vor allem Ihr Gesicht - zu sehen bekommen. Empfehlenswert ist ein Gang zum Friseur der Sie berät, welche Frisur Ihrem Typ am besten entspricht.

Einige Tipps, die Sie beherzigen sollten:

  • Farbe:
    Sollte das Haar gefärbt sein, Ansätze und Leuchtkraft sowie Pflegezustand der Haare kontrollieren, denn nur Sieger haben gesund aussehendes und glänzendes Haar!
  • Pflegezustand:
    Unbedingt Ratsam ist es auf die Pflege der Haare zu achten. Trockenes und sprödes Haar wirkt ungesund und unachtsam, deswegen die Haare im Vorfeld gut pflegen und gegebenenfalls sogar schneiden lassen.
  • Offen/Aufgesteckt:
    Geschlossen Haare müssen immer klassisch und sauber sein, offene Haare zeigen mehr Dynamik und Echtheit. Auch hier gilt zu beachtet, ein frischer Schnitt wirkt lockerer. Doch Vorsicht, das Gesicht sollte jedoch frei bleiben!
  • Haarschmuck:
    Auf Haarschmuck, z.B. Perlen, Blumen, glitzernde Haarspangen etc., sollte gänzlich verzichtet werden. Das lenkt nur ab und wirkt kindlich.

Das wichtigste ist, das Ihr Look zu Ihnen und zum Unternehmen passt. Nehmen Sie immer einen kleinen Kamm oder Bürste mit, Sie wären nicht der/die Erste deren Haare vom Wind zerzaust wurden.

Make Up nicht vergessen!
Generell gilt weniger ist mehr! Grundregel Nummer Eins: Zu einem eleganten Kostüm gehört unbedingt ein zurückhaltendes und natürliches Make-up. Ein auffälliges Make-up wirkt unprofessionell und erweckt schnell den Eindruck, dass Sie etwas zu verstecken haben oder sich auffallend ins Licht stellen wollen.

  • Foundation:
    Den Auftakt bildet eine Foundation mit leichter Deckkraft. Unreinheiten, rote Äderchen oder Augenringe können mit einem Abdeckstift kaschiert werden. Damit Ihr Gesicht selbst dann tadellos aussieht, wenn Sie einmal ins Schwitzen kommen, verwenden Sie abschliessend ein transparentes Puder. Ihr Teint wirkt so stets perfekt mattiert, ganz ohne Maskeneffekt.
  • Augen/Lippen:
    So dezent wie die Foundation sollte auch das Augen- und Lippen-Make-up ausfallen. Bei Bewerbungsgesprächen für einen Kreativberuf gehen knallige Farben vielleicht noch als modern und unangepasst durch, in allen anderen Bereichen sollte weniger Extravaganz zur Schau getragen werden.
  • Farben:
    Farben wie Champagner, Beige oder Perlmutt zaubern eine edle und kompetente Erscheinung. Die Wimpern können kräftig getuscht werden – das öffnet den Blick und lässt Sie selbst nach einer schlaflosen Nacht wach aussehen.
  • Teint:
    Für einen rosigen und frischen Teint wird etwas Rouge in den Nuancen Rosé oder Apricot auf dem Wangenknochen aufgetragen.

Nicht vergessen: Achten Sie auf Ihre Hände. Diese sollten gepflegt, geschnitten, gefeilt und dezent lackiert sein.

Kleidung
Grundsätzlich gilt: Wählen Sie eine Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen und die Ihrem Ziel angemessen ist. Sie sollte der angestrebten Position angepasst sein, aber auch Ihrem Typ entsprechen. Wichtig ist auch, dass die Kleidung gut sitzt und selbstverständlich sauber, löcherfrei und frisch gebügelt ist. Auch Ihre Schuhe sollten Sie am Abend vorher noch einmal putzen. Die Kleidung sollte nie zu auffallend sein, aber auch nicht nach grauer Maus aussehen. Das gleiche gilt für Make-up und Frisur. Personalfachleute legen auf Kleidung immer noch sehr viel Wert.
  • Tipps für Frauen:
    Rock oder Anzug? Natürlich ist ein Rock sehr feminin, doch erspart ein Hosenanzug viele Probleme: Hinsetzen und Beine übereinander schlagen ist im Anzug unkomplizierter. Zudem bleibt einem die Frage nach dem richtigen Absatz erspart: Besser sind zum Anzug flache Absätze, denn was in Alltagssituationen perfekt klappt – das gerade und sichere Gehen auf höheren Absätzen –, kann bei Nervosität im Bewerbungsgespräch schnell schief gehen. Und nichts ist schlechter für den ersten Eindruck als ein wackeliger und unsicherer Gang. Tipp: Seien Sie feminin aber nicht aufreizend!
  • Tipps für Männer:
    Männer tragen meist dunkle Anzüge und Schuhe. Trotz des vermeintlichen Universal-Outfits können sie sich positiv von der Masse abheben: mit einem perfekten Sitz des Anzugs, mit der Wahl der Krawatte und ihrer Farbe. Wer dann noch weiss, wie er einen perfekten Knoten bindet hat mit seinem äusseren Auftreten schon gewonnen.

Männer sollten beachten, dass das Tragen eines Bartes eine Typsache ist. Doch ähnlich wie die Frisur bei Frauen sollte das Gesicht auch bei Männern nicht durch Haare verdeckt sein. Mit einer Rasur hat der Bewerber einen klareren Gesichtsausdruck. Ein ordentlich gestutzter Bart hingegen, der optisch zum Träger passt, kann auch ein Zeichen von Individualität sein.

Checkliste Kleidung


Anfahrt berechnen

Nichts ist ärgerlicher, als zu spät zu kommen. Auch wenn Sie den Anfahrtsweg im Griff haben, geben Sie lieber noch einige Minuten dazu. Jede Verspätung verschlechtert Ihre Ausgangsposition und schränkt auch die zur Verfügung stehende Gesprächszeit ein. Lässt sich durch höhere Gewalt eine Verspätung nicht vermeiden, rufen Sie Ihren Gesprächspartner kurz an und geben Sie den Grund an.